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Gifhorn Stadt Post-Ärger: Bewerbungstermin schon vorbei, als die Einladung im Briefkasten steckt
Gifhorn Gifhorn Stadt Post-Ärger: Bewerbungstermin schon vorbei, als die Einladung im Briefkasten steckt
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18:35 13.12.2019
Ärger und kein Ende: In Allerbüttel sind Einladungen zu Bewerbungsterminen zu spät angekommen. Quelle: picture alliance / dpa
Gifhorn

Postärger und kein Ende: In Einzelfällen – vielleicht wenn sich jemand besonders heftig beschwert – melden sich Postkunden bei der Aller-Zeitung und berichten, dass es jetzt besser läuft mit der Zustellung von Briefen, dass es sogar ein Entschuldigungsschreiben der Post gegeben habe. In anderen Fällen hingegen ist der Ärger unüberhörbar. So wie bei Claudia Tiede aus Allerbüttel.

„Meine Tochter verschickt gerade Bewerbungen. Wir hatten es jetzt schon mehrere Male, dass Einladungen zu Eignungstests erst bei uns landen, wenn die Termine bereits vorbei sind.“ Was das für einen Eindruck mache – „die denken doch alle, sie hätte keine Lust auf Arbeit!“ Da lobt sie die Polizei: „Die hat die Einladung per Mail vorausgeschickt und dann noch mal per Brief hinterher.“ Hätte es nur den Brief gegeben, hätte Claudia Tiedes Tochter auch von dieser Einladung zu spät erfahren. Und mit Paketen hat die Allerbüttelerin auch so ihre Erfahrungen gemacht: „Per Mail bekam ich von DHL den Hinweis, dass drei Lieferungen an mich unterwegs sind.“ Zwei sind auch bei ihr gelandet. Die dritte nicht. „Da gab es dann am gleichen Tag, an dem die anderen beiden Pakete zugestellt wurden, eine weitere Mail, das Paket sei nicht zustellbar gewesen.“

„Post wird maximal zweimal die Woche zugestellt“

32 Briefe hatte Claudia Tiede nach eineinhalb Wochen Leerstand im Briefkasten, bei Christian Schulz aus Wasbüttel waren es zwölf. „Darunter zwei Gutscheine, die bereits verfallen waren.“ Michael Weiß meldet sich aus Grußendorf: „Die Post wird maximal zweimal die Woche zugestellt.“ Abonnierte Zeitschriften seien sogar schon komplett verschwunden.

Andersrum geht’s aber auch, wie Lisa Streilein berichtet: „Der Briefkasten im Wittkopsweg ist bis oben hin voll.“ Dort wird also gerade die Post gar nicht erst abgeholt. „Ich hab’ die Befürchtung, dass das dann nicht ankommt.“

Ziemlich hohe Mahngebühren

Ziemlich sauer ist auch Wolfgang Eggeling aus Wasbüttel. „Ende November ist die Rechnung an mich in Braunschweig abgeschickt worden, am 11. Dezember ist sie bei mir gelandet – da war die Frist schon abgelaufen.“ Er sitzt jetzt auf ziemlich hohen Mahngebühren für seine Handwerker-Rechnung. „Im Sommer, als wir schon mal solchen Ärger hatten, war auch schon von hohen Krankenständen die Rede.“ Seine Vermutung: „Die verschleißen die Leute. Das ist falsches Personalmanagement.“ An den Zustellern selber liege es jedenfalls auf gar keinen Fall.

Das hatte auch Postsprecher Hans-Christian Mennenga betont: Das Team arbeite mit sehr viel Engagement. Und er weist darauf hin, dass die Post in der Zustellerbranche die besten Arbeitsbedingungen biete und die höchsten Löhne. „Wir achten auf Arbeitszeiten, und wir haben ein Gesundheitsmanagement“, hebt er die Vorzüge der Post als Arbeitgeber hervor. Und trotzdem fehlt Personal – nicht zuletzt, weil große Unternehmen in der Region besser bezahlen.

Ein Entschuldigungsschreiben

Aber, das möchte die Gifhornerin Elke Goebel doch mal lobend anmerken, es gibt auch positive Erfahrungen: „Ich habe jetzt nach dreieinhalb Wochen zweimal Post und Pakete bekommen, und es gab ein Entschuldigungsschreiben von der Post.“ Sie vermutet: „Wenn mehr Leute sich beschweren würden, käme auch mer Bewegung in die Sache.“ Die Beschwerde-Hotline ist erreichbar unter Tel. (02 28) 4 33 31 12.


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