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Gifhorn Stadt Polizeistatistik 2019: 14 Unfalltote im Kreis Gifhorn
Gifhorn Gifhorn Stadt Polizeistatistik 2019: 14 Unfalltote im Kreis Gifhorn
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17:03 26.12.2019
Vorläufige Bilanz für 2019: Auf den Straßen des Landkreises ereigneten sich 2019 mehr Unfälle als im Vorjahr. Quelle: Sebastian Preuß (Archiv)
Gifhorn

Auf den Straßen des Landkreises Gifhorn bleibt es gefährlich. Eine vorläufige Bilanz der Polizei für 2019 zeigt eine deutliche Zunahme von Verkehrsunfällen auf. Dabei starben mehr Menschen als im Vorjahr – allerdings gab es weniger Schwerverletzte. Rapide angestiegen sind im Kreisgebiet die Wildunfälle.

Deutliche Zunahme

„Die Gesamtzahl der Unfälle ist von 4111 auf 4311 – Stand 23. Dezember – gestiegen“, sagt Polizei-Statistikfachmann Winfried Enderle. Eine Erklärung für die deutliche Veränderung um fast 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat der Hauptkommissar nicht. Besonders erschreckend: Bei diesen Unfällen verloren in den zurückliegenden zwölf Monaten 14 Menschen ihr Leben, elf Unfalltote waren es 2018. Tiefstände gab es mit neun Unfalltoten jeweils in den Jahren 2013 und 2016. „Einen Höchststand gab es im Kreisgebiet mit 18 Unfalltoten 2012“, so Enderle.

Weniger Schwerverletzte

Um mehr als acht Prozent gesunken ist die Anzahl der Schwerverletzten – von 132 auf 121. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, hofft Enderle darauf, dass dieser Trend auch 2020 anhält. Nur wenige Veränderung hingegen bei den Leichtverletzten: Deren Anzahl ist mit 730 fast auf dem Vorjahresniveau (726). Ebenfalls keine Veränderung bei Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss: Es bleibt wie im Vorjahr bei 68. Drogeneinfluss war nachweislich Ursache für sechs Unfälle (Vorjahr 14). Medikamenteneinfluss führte zu zwei Unfällen (Vorjahr fünf).

Warnungen ignoriert

„Die milden Winter und eine damit verbundene Zunahme der Wildpopulation zeigen erneut Auswirkung auf die Unfallstatistik“, weiß Experte Winfried Enderle. Trotz einer Vielzahl von präventiver Maßnahmen habe es in 2019 bei den Wildunfällen eine Steigerung von mehr als 16 Prozent gegeben – ein Anstieg von 1357 auf 1576 Wildunfälle. Enderle gibt an dieser Negativ-Entwicklung auch den Autofahrern eine Schuld: Trotz Wildwechsel-Warnungen werde insbesondere bei Dunkelheit und schlechter Sicht viel zu schnell gefahren. „Um zu reagieren, bleibt dann kaum noch Zeit“, so der Polizeihauptkommissar.

Ursache Raserei

Raserei bleibt offenbar eine der Hauptunfallursachen: Nur so ist es zu erklären, dass sich 68 der 108 Unfälle mit schweren Personenschäden (Tote und Schwerverletzte) außerhalb geschlossener Ortschaften ereignet haben. Fünf der Unfalltoten verloren außerhalb geschlossener Ortschaften bei sogenannten Baumunfällen ihr Leben, 33 Menschen erlitten bei Baumunfällen schwere oder schwerste Verletzungen.

Flucht nach Unfall

Zugenommen hat 2019 auch die Zahl der Unfallfluchten – sie stieg um 5,8 Prozent von 776 im Jahr 2018 auf 821. 343 (Vorjahr 329) dieser Straftaten klärte die Polizei auf. Die Aufklärungsquote liegt mit 41,78 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau (42,40 Prozent). Nach oben zeigt der Trend auch bei den Verkehrsunfällen mit Sachschäden: Sie stiegen in 2019 um 5,9 Prozent von 3494 auf 3700.

Von Uwe Stadtlich

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