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Gifhorn Stadt Wie freilebende Katzen das Tierheim in Not bringen
Gifhorn Gifhorn Stadt Wie freilebende Katzen das Tierheim in Not bringen
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12:36 12.09.2019
Kapazitätsgrenze erreicht: Tierschutzvereins-Vorsitzende Gabriele Asseburg-Schwalki warnt vor einer Zunahme freilaufender Katzen. Quelle: Christina Rudert (Archiv)
Gifhorn

Eigentlich sollte eine Kastrationsverordnung das Problem aus der Welt schaffen, doch der Tierschutzverein Gifhorn schlägt erneut Alarm: Immer noch würden freilaufende Katzen die Helferinnen und Helfer vor große Probleme stellen. Mehr als 60 Katzenbabys werden aktuell im Tierschutzzentrum in Ribbesbüttel und in Pflegestellen betreut.

Verordnung wird ignoriert

„Entwarnung kann nicht gegeben werden, denn die meisten Tierhalter ignorieren die Kastrationsverordnung, die in vielen Gebietseinheiten seit 2017 gilt“, weiß Gabriele Asseburg-Schwalki, Vorsitzende des Gifhorner Tierschutzvereins. Neben den zahlreichen Fundkatzen hätten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Vereins allein 2018 mehr als 110 Katzen eingefangen und sie anschließend kastrieren lassen. So sei ungewollter Katzennachwuchs und weiteres Katzenleid verhindert worden.

An Grenzen gestoßen

„Inzwischen stoßen wir jedoch wieder an unsere Grenzen“, bedauert Asseburg-Schwalki. Eine für den Spätsommer geplante „Katzen-Einfang-Aktion“ habe abgeblasen werden müssen, denn im Ribbesbütteler Tierschutzzentrum und in den privaten Pflegestellen gebe es inzwischen keine Aufnahmekapazitäten mehr. Die Quarantänestation könne derzeit keine weiteren Katzen mehr aufnehmen. Der Grund: Bis Ende Juli seien bei Kastrationsaktionsaktionen bereits 50 Katzen plus die Babys aufgenommen worden. Mehr sei momentan nicht machbar.

Uneinsichtige Halter

Während sich die Lage auf den Campingplätzen im Gifhorner Stadtgebiet ein wenig entspannt habe, seien es nun Ortschaften im Kreisgebiet, in denen unkastrierte Freigänger-Katzen die Tierschützer vor große Probleme stellten, so die Vorsitzende. Gifhorn, Isenbüttel, Papenteich, Wesendorf, Meinersen und die Sassenburg würden vom Tierschutzverein betreut. „Trotz in diesem Gebietseinheiten geltender Kastrationsverordnung haben wir es weiterhin mit uneinsichtigen Haltern zu tun“, berichtet Asseburg-Schwalki.

Am Ball bleiben

„Wir müssen weiter am Ball bleiben, denn mit einer Problemlösung ist erst in ein paar Jahren zu rechnen“, steht für die Chefin des Gifhorner Tierschutzvereins fest. Als vorbildlich bezeichnet Asseburg-Schwalki das Vorgehen im Papenteich. Dort habe die Verwaltung per Brief auf die Kastrationsverordnung und drohende Ordnungsstrafen bis zu 5000 Euro hingewiesen.

Pflegeeltern gesucht

Kastrierte „Streuner“ könnten in vielen Fällen nur schwer oder gar nicht vermittelt werden und müssten nach erfolgter Kastration vielfach wieder am Einfangort ausgesetzt werden. Nicht nur für Katzenbabys suche das Tierschutzzentrum, Tel. (0 53 74) 44 34, weiterhin private Pflegestellen.

Von Uwe Stadtlich

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