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Gifhorn Stadt „Petting statt Pershing“: Wenn eine Kinoregisseurin in die Heimat kommt
Gifhorn Gifhorn Stadt „Petting statt Pershing“: Wenn eine Kinoregisseurin in die Heimat kommt
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06:35 13.11.2019
Auf Heimatbesuch: Drehbuchautorin und Regisseurin Petra Lüschow zeigt am Wochenende in Gifhorn und Wittingen ihren neusten Film. Quelle: privat
Landkreis Gifhorn

Kreative Köpfe hat der Landkreis Gifhorn hervor gebracht. Petra Lüschow ist einer von ihnen. Aufgewachsen in den 80-ern im Nordkreis, zog sie aus, um sich als Regisseurin und Drehbuchautorin einen Namen zu machen. Am Wochenende kehrt sie zurück in die Heimat: Im Kino Wittingen und in Gifhorn stellt sie kurz nach dem offiziellen Kinostart ihr Spielfilmdebüt vor. „Ich freue mich sehr, den Film in der Region vorstellen zu können, wo ich aufgewachsen bin“, sagt Petra Lüschow.

„Petting statt Pershing“ heißt der 97-minütige Spielfilm. Der Titel des Films erklärt sich schon etwas aus der Biografie der Regisseurin. Jahrgang 1966, aufgewachsen in Darrigsdorf, dort erlebte sie auf dem Hof ihrer Eltern die 80-er Jahre. Eben in der Zeit, in der der Sponti-Spruch „Petting statt Pershing“ in der Studenten- und Schülerrevolte die Runde machte. Der Stoff sei durchaus durch ihre Jugend im Nordkreis inspiriert, autobiographisch sei er jedoch nicht.

Als der Nordkreis langsam politischer wurde

„Durch die Nähe von Gorleben und Schacht Konrad, durch die Nähe zur Grenze zur DDR kamen auch die Anti-Atomkraftbewegung und die Friedensbewegung in die Region. Ich war selber als Jugendliche in der aktiv, meine Eltern hatten einen großen Hof und gehörten als Bauern wie viele zu den Atomkraftgegnern“, berichtet sie.

Petra Lüschow: Der Werdegang

Petra Lüschow, geboren 1966, wuchs in Darrigsdorf im Landkreis Gifhorn auf. Nach dem Abitur studierte sie in Berlin und Wien Theater- Film- und Literaturwissenschaft, später Drehbuch und Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Der erste Kinofilm „Nachbeben“ feierte bei der Berlinale 2006 Premiere und gewann inetrnationale Preise. 2008 schrieb Petra Lüschow die Kino-Adaption des Beststellers Tannöd, in dem unter anderem Monica Bleibtreu mitspielte. Auch für den „Tatort“ und „Der Bulle von Tölz“ schrieb sie Drehbücher. 2010 sorgte sie mit der Kurzfilmkomödie „Der kleine Nazi“ auch international für Furore. 2018 folgte das Landfilmdebüt „Es ist aus, Helmut“.

Langsam habe sich die Welt der Provinz geöffnet, das Leben der Menschen sei politischer geworden. Auch sie selbst engagierte sich in Friedens- und Umweltbewegung – und beobachtete dabei auch, wie viele ihre Widersprüche verwischten, Ideale überhöhten oder über Bord warfen, schildert sie in einem Interview.

Es geht auch um Widersprüche

Und darum geht’s in dem Streifen, in dem viel gelacht werden darf: Es ist das Jahr 1983, der jungen und klugen Ursula ist das Leben in der Provinz zu eng und trist. Das Konzept von Liebe und Selbstbefreiung, das die 68-er angestoßen haben, ist auf dem Land noch nicht angekommen. Dann verliebt sie sich in ihren Lehrer, der genau diese Sehnsucht zu stillen scheint. Doch offenbar meint es der so verehrte Lehrer mit ihr gar nicht so ernst. Sie sinnt auf Rache.

Renommierten Filmpreis gab’s schon

Landauf, landab läuft der Film in den Kinos, auch große Zeitungen rezensieren den Film von Petra Lüschow mehr als wohlwollend. Sogar über den großen Teich ist der Film schon eingeschlagen. Beim Filmfestival in Cleveland erhielt Petra Lüschow, die nach ihrer Schulzeit nach Berlin zog, den Preis für die beste Regie.

Die Termine in den heimischen Kinos

Zu sehen ist der Film im Kino Wittingen auf Initiative des Kulturvereins Wittingen um 19 Uhr am Freitag und Samstag, 15. und 16. November. Am Freitag findet auch ein Publikumsgespräch statt. Am Sonntag, 17. November, ist Petra Lüschow im Kino Gifhorn dabei, wenn um 18 Uhr „Petting statt Pershing gezeigt wird.

Von Andrea Posselt

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