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Gifhorn Stadt Ostermarsch: Am Rande fliegen rohe Eier
Gifhorn Gifhorn Stadt Ostermarsch: Am Rande fliegen rohe Eier
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22:20 09.04.2012
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Motto „Bunt statt braun“: Gewerkschaften, Kirche und Politik hatten am Sonnabend zum Ostermarsch in Gifhorn aufgerufen. Quelle: Photowerk (mpu)
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Gewerkschaften, Kirche und Politik hatten zum Ostermarsch in Gifhorn aufgerufen. „Wir wollen Flagge zeigen gegen Rechtsextremismus und ein Zeichen setzen für eine bunte Gesellschaft“, so Martin Wrasmann von der St. Altfrid-Gemeinde.

Für die Gewerkschaften ging Detlef Tanke auf das Bündnis „Bunt statt braun“ ein, dessen Mitglieder gegen Nazis und deren Gedankengut im Kreis Gifhorn mit Podiumsdiskussionen und Konzerten aktiv werden wollen. Tanke appellierte, „Vielfalt leben und schätzen zu lernen und Zivilcourage zu zeigen“.

„Jeder Staat lebt von seinen Menschen“, so Michael Thiel. Der Superintendent riet dazu, „neugierig, freundlich und offen denen zu begegnen, die auf uns zukommen.“

Trotz eisiger Schnee- und Graupelschauer beteiligten sich rund 150 Aktive an der Kundgebung am Schillerplatz und an dem Friedensmarsch durch die Gifhorner Fußgängerzone.

Kleine, hässliche Randerscheinung dabei - vor einer Bäckerei saß eine Gruppe schwarz gekleideter Männer. Offenbar dem rechten Lager zugeordnet, warfen einige Demonstranten rohe Eier in deren Richtung, was lautstarke Proteste zur Folge hatte. Zahlreich war die Polizei sofort zur Stelle und schirmte die Kontrahenten ab, bis die Friedensmarschierer vorbei gezogen waren. Personalien wurden aufgenommen.

Bundesweit hatten sich Hunderte von Menschen in etwa 80 Städten an Friedensdemonstrationen beteiligt.

hik