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Gifhorn Stadt Plötzlich absolutes Halteverbot im Orchideenweg: Anwohner sind genervt
Gifhorn Gifhorn Stadt Plötzlich absolutes Halteverbot im Orchideenweg: Anwohner sind genervt
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07:11 06.11.2019
Schild sorgt für Ärger: Nach 50 Jahren gibt’s auf dem Orchideenweg plötzlich ein absolutes Halteverbot. Die Anwohner sind sauer. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Schwupps, da war es plötzlich da: 50 Jahre lang war alles gut, doch auf einmal gilt für einen Abschnitt des Orchideenwegs im Blumenviertel ein absolutes Halteverbot. Die Anwohner sind sauer und genervt. Sie sprechen von einem „Schildbürgerstreich“ und haben kein Verständnis für diese Maßnahme der Stadt.

Hubwagen-Einsatz galt nicht der kaputten Laterne

„Das ist doch ein Schildbürgerstreich“, ist Georg Mölbitz verärgert. Mit Ehefrau Barbara wohnt er in der Hausnummer 19. Er habe der Stadtverwaltung eine seit Wochen defekte Straßenlaterne gemeldet. „Als ein Hubwagen anrückte, bin ich davon ausgegangen, dass die Lampe repariert wird“, so Mölbitz. Als seine Frau und er dann am Abend von der Arbeit zurück gekehrt seien, hätten sie festgestellt, dass der Hubwagen-Einsatz einen ganz anderen Grund gehabt habe. „An den Masten der Laterne wurde das Verbotsschild angeschraubt.“ Auch andere Anlieger der Straße hätten über die Maßnahme mit Kopfschütteln reagiert.

Reine Wohnstraße ohne Durchgangsverkehr

Nun gelte ab dem Schild ein absolutes Halteverbot – von montags bis freitags in der Zeit von sieben bis 17 Uhr. „Selbst zum Ausladen von Einkaufstüten und Getränken dürfen wir mit dem Auto nicht mehr vor unserem Haus parken“, sagt Mölbitz. Bei dem Orchideenweg handele es sich um eine reine Wohnstraße, kann der Gifhorner den Grund für das seit dem 28. Oktober geltende Verbot nicht nachvollziehen. „Im Fuchsienweg, baugleiche Nachbarstraße und ebenfalls Sackgasse, gibt es ein solches Halteverbot nicht – obwohl dort der Penny-Markt liegt“, wundert sich Georg Mölbitz. Die Laterne, an der die Stadt das Schild montiert habe, sei übrigens immer noch defekt.

Der Wendehammer soll frei gehalten werden

„Das Halteverbot bezieht sich ausschließlich auf den Wendehammer. Diese Maßnahme ist notwendig geworden, damit Fahrzeuge des Abfallentsorgers ohne Behinderung durch parkende Wagen in diesem Bereich die Mülltonnen entleeren können“, begründet Stadtsprecherin Annette Siemer die Maßnahme. Gleichzeitig diene der Wendehammer dazu, dass Müllwagen den Orchideenweg über den Wendehammer auch wieder verlassen können. „Abfallentsorgungsfahrzeuge dürfen aus versicherungstechnischen Gründen nicht rückwärts fahren, wenn es andere straßenbauliche Möglichkeiten gibt. Das ist mit dem Wendehammer der Fall“, so Siemer.

Das Wenden wieder möglich machen

„Die Maßnahme wurde auch nötig, weil sowohl die Autos als auch Großfahrzeuge immer größer geworden sind und somit das Wenden in schmalen Straßen für diese schwieriger geworden ist“, nennt Siemer einen weiteren Grund. Außerhalb des Wendehammers sei das Parken im Orchideenweg weiterhin möglich, geht Siemer auf die Anwohner-Kritik ein.

Lösungssuche

„Das Problem des „Durchkommens“ betrifft übrigens nicht nur den Orchideenweg. Im vergangenen Jahr mussten auch für andere kleine Straßen im Stadgebiet Lösungen gefunden werden“, erläutert die Sprecherin der Stadtverwaltung.

Von Uwe Stadtlich

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