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Gifhorn Stadt Warum Gott kein Drei-Tage-Gast sein will
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20:00 25.12.2019
Heiligabend auf dem Marktplatz: Der Open-Air-Gottesdienst vor St. Nicolai zog trotz Regens wieder zahlreiche Besucher an. Quelle: Sebastian Preuß
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Gifhorn

Der verregnete Nachmittag des Heiligabend verlangte dem Open-Air-Gottesdienst am Abend auf dem Gifhorner Marktplatz seinen Tribut ab. Die Reihen waren lichter als gewöhnlich. Zu Unrecht, wie sich noch heraus stellen sollte. Denn genau zur Gottesdienstzeit legte der Regen eine Pause ein.

Die Nicolaikirche innen ist prall gefüllt. Draußen sind auch Gottesdienstbesucher, viele mit aufgespannten Regenschirmen. Leer ist der Marktplatz beileibe nicht, und auch die Akteure bleiben draußen. Etwa der von Kreiskantor Raphael Nigbur angeleitete Posaunenchor von St. Nicolai.

Er zieht an – auch bei Regen: Wenn der Marktplatz auch nicht so voll war wie üblich, so waren doch zahlreiche Besucher beim Open-Air-Gottesdienst an Heiligabend auf dem Gifhorner Marktplatz.

Superintendentin Sylvia Pfannschmidt widmete ihre Predigt wieder jenen, die auch sonst im Regen stehen. Sie rief die Gifhorner auf, ihre Herzen zu öffnen für Geflüchtete. Aber nicht nur. Pfannschmidt sprach sowohl über jene Menschen, die in Flüchtlingslagern auf Lesbos, aber auch „unter Brücken in unserem Land“ leben müssten. Sie stellte es angesichts der Weihnachtsgeschichte unter das Motto „Krippaler Infekt“. „Diesen Infekt heilen wir hoffentlich nicht.“ Die Liebe möge sich möglichst weit verbreiten. „Lassen Sie sich anstecken.“

Der Himmel auf Erden als Geschenk

Pfannschmidt sinnierte weiter über die Bedeutung des Weihnachtsfestes. „Der da in der Krippe stellt keine Bedingungen. Nur Euch selbst bringt mit.“ Dass mit Jesus der Himmel auf Erden gekommen sei, könne man nicht erarbeiten. „Das ist ein Geschenk.“

Was ist nach Weihnachten?

Pfannschmidt will die Weihnachtsbotschaft nicht zeitlich begrenzt sehen. „Was bleibt, wenn die Sterne und die Krippe wieder im Keller verstaut sind? Gott will unter uns wohnen, nicht nur als Gast für drei drei Tage.“ Sie rief die Gifhorner dazu auf, „das zerschnittene Tischtuch und alles, was uns bedrückt“ auf den Müll zu werfen. „Gott will den Alltag mit uns teilen, wenn uns nicht mehr weihnachtlich ist und uns die Arbeit nervt.“

Von Dirk Reitmeister

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