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Gifhorn Stadt Noch kein grünes Licht für Kirche im Brauhaus
Gifhorn Gifhorn Stadt Noch kein grünes Licht für Kirche im Brauhaus
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00:19 19.04.2019
Prüfung läuft: Die FCG zieht ins Brauhaus – wenn die Nutzungsänderung bestätigt ist. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

„Wir haben keinen Druck – alles nimmt seinen normalen Verlauf“, gibt sich Lothar Krauss, Leitender Pastor der Freien Christengemeinde, jedoch gelassen. Der Nutzungsänderungsantrag (AZ berichtete) sei Mitte März bei der Stadtverwaltung eingereicht und gestellt worden. „Das Bauordungsamt hat in diesem Zusammenhang viele Details zu prüfen“, hat Krauss Verständnis dafür, dass die Verwaltung über den Vorgang noch nicht entschieden hat. „Es braucht eben seine Zeit, doch die zuständigen Sachbearbeiter sind dran“, sagt Krauss. Er macht noch einmal deutlich, dass die FCG am geplanten Brauhaus-Kauf festhält. Daran habe sich nichts geändert. „Wir sind mit der Eigentümer-Familie weiterhin gut im Kontakt“, so Krauss.

Weitere Unterlagen nachreichen

„Die Unterlagen für den Nutzungsänderungsantrag sind bei der Stadt eingegangen und wurden in der zuständigen Fachabteilung geprüft. Es müssen noch weitere Unterlagen nachgereicht werden. Mit den Bauherren wurde parallel dazu ein Abstimmungsgespräch vereinbart“, bezieht Stadtsprecherin Annette Siemer Position.

Gebuchte Veranstaltungen finden im Brauhaus noch statt

Selbstverständlich habe der Leitungskreis der FCG schon ein konkretes Konzept entwickelt, um nach dem Brauhaus-Kauf die Immobilie für Gemeindezwecke zu nutzen. „Die Pläne liegen bereits in der Schublade“, versichert der Leitende Pastor.

Salsa-Partys, Landfrauen-Frühstücke, Versammlungen oder Hochzeitsfeiern: Obwohl der offizielle Gastronomie-Betrieb im Brauhaus inzwischen eingestellt worden ist, finden gebuchte Veranstaltungen in der früheren Traditionsgaststätte weiterhin statt. „Das haben wir den Leuten versprochen, und selbstverständlich stehen wir zu unserer Zusage“, erklärt Krauss.

Bis zum Umzug bleibt Gemeinde an Pyritzer Straße

Bis zum Umzug ins Brauhaus nutzt die Freie Christengemeinde Gifhorn – sie wurde 1956 gegründet – weiterhin ihren Standort in der Pyritzer Straße. „Es gibt jedoch schon eine Vielzahl von Interessenten für den Kauf und die Nachnutzung dieser Immobilie“, erklärt Krauss. Die FCG verfügt in der Pyritzer Straße über drei Grundstücke mit einer Gesamtgröße von 2495 Quadratmetern. Darauf befinden sich das 1964 erbaute Gemeindezentrum (443 Quadratmeter) und ein Wohnhaus (121 Quadratmeter).

An wen die FCG ihr jetziges Gemeindezentrum veräußert, ließ Kraus offen. „Wir schauen uns die Konzepte der Kaufinteressenten an“, so der Leitende Pastor. Dabei gehe es um Nachnutzungspläne der jetzigen Gebäude. Auch ein Abriss sei denkbar.

Die Zahl der Gottesdienstbesucher stieg von 130 auf 320

Die FCG Gifhorn gehört zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden – der zweitgrößten Freikirche in Deutschland. Diesem Zusammenschluss gehören inzwischen 840 Gemeinden mit 56.000 Mitgliedern an. In Gifhorn besteht der Gemeindeleitungskreis aus elf Personen. 170 Menschen arbeiten zudem ehrenamtlich in der FCG mit. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Gottesdienstbesucher in Gifhorn von 130 auf 320 gestiegen.

Von Uwe Stadtlich

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