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Gifhorn Stadt Niedersachsens bestes Plakat kommt aus Gifhorn
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12:00 19.06.2019
Landessiegerin: Melina Wolter bekam für ihr Plakat von Dr. Hans-Joachim Heuer (l.) und Dirk Vennekold die Urkunde überreicht. Quelle: privat
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Gifhorn

Die Gifhornerin Melina Wolter gewann mit ihrem Plakat den Landeswettbewerb „bunt statt blau“ der Kampagne der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Sie setzte sich mit ihrer Idee gegen rund 800 Teilnehmer in Niedersachsen durch und bekam in Hannover ihren Preis verliehen. Bundesweit haben knapp 9000 Schülerinnen und Schüler Kunstwerke gegen das Komasaufen geschaffen.

Die Künstlerin will Mut machen

„Auf meinem Bild wollte ich den Mut zum Ausdruck bringen, den Schlussstrich zu ziehen und nicht mit der Gruppe mitzuziehen. Jeder sollte sich trauen den Schlussstrich zu ziehen, bevor der Alkohol es tut und es mit dem Koma oder sogar dem Tod endet“, sagte Melina Wolter.

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Schirmherrin der Präventionsinitiative in Niedersachsen ist Sozialministerin Carola Reimann. Da sie bei der Siegerehrung nicht dabei sein konnte, übergab Abteilungsleiter Dr. Hans-Joachim Heuer gemeinsam mit dem Leiter der DAK-Landesvertretung Dirk Vennekold die Urkunden und Preise.

Prävention ist wichtig

„Wir sehen die weiterhin hohen Zahlen eines Klinikaufenthaltes mit Alkoholvergiftung mit Sorge. Deshalb ist die Prävention wichtig und wir freuen uns, mit der Kampagne ‚bunt statt blau‘ einen nachhaltigen Beitrag dazu zu leisten“, sagte Vennekold. „Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche ganz wichtige Botschafter. Wenn Schülerinnen und Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention.“ Das diesjährige Siegerplakat überzeugt dabei mit seiner eindringlichen Botschaft: „Zieh Du den Schlussstrich, bevor der Alkohol es tut.“ Es zeigt eine junge Frau zwischen Wodka und Malstiften, sie selbst zieht einen symbolischen Schlussstrich.

Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstlerinnen und Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen. Der Plakatwettbewerb feiert in diesem Jahr zehnjähriges Bestehen. Mit mehr als 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bundesweit seit 2010 gilt er laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.

Von unserer Redaktion

22.06.2019
22.06.2019