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Gifhorn Stadt Neue Fälle von Faulbrut bei Bienen: Landkreis vergrößert Sperrbezirk
Gifhorn Gifhorn Stadt Neue Fälle von Faulbrut bei Bienen: Landkreis vergrößert Sperrbezirk
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21:37 31.10.2019
Imker aufgepasst: Der Landkreis Gifhorn hat den Sperrbezirk wegen Ausweitung der Amerikanischen Faulbrut erweitert. Quelle: Katrin Kutter
Gifhorn

Nachdem im Juni der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrutbei Bienenvölkern eines Imkers im Bereich der Stadt Gifhorn und der Gemeinde Leiferde festgestellt wurde, hat das Veterinäramt jetzt bei weiteren Bienenvölkern im Sperrbezirk die Tierseuchefestgestellt. Der Sperrbezirk wurde deshalb nach Norden vergrößert, um eine Verschleppung zu verhindern.

Strikte Regeln

Der Landkreis hat das Sperrgebiet wegen der Ausweitung der Amerikanischen Faulbrut erweitert: Die violett umrandete Fläche gehört dazu. Quelle: Landkreis Gifhorn

den Sperrbezirk

Amtliche Untersuchung

Alle Bienenvölker der Imker in den neu erfassten Gebieten müssen, soweit das noch nicht in den letzten Wochen bereits erfolgt ist, amtlich untersucht werden. Weiterhin müssen alle Imker mit Völkern in diesen neuen Sperrgebieten diese unter Angabe der Völkerzahl und des genauen Standortes bei der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Gifhorn, Schlossplatz 1, 38518 Gifhorn schriftlich oder telefonisch unter 0 53 71) 8 23 91 melden.

Dauerhafte Verpflichtung

Auch außerhalb der Sperrbezirke weist der Landkreis Gifhorn auf die dauerhafte Verpflichtung aller Imker durch die Verordnung für Bienenseuchen hin, dass alle Bienenstände im Landkreis erfasst werden müssen. Hierzu müssen die Imker ihre Bienenvölker unter Angabe der Zahl und des Standortes ebenfalls dem Veterinäramt des Landkreises mitteilen. Eine Registriernummer für den Standort wird dann ausgegeben. In der Vergangenheit musste festgestellt werden, dass ein Teil der Imker dieser Verpflichtung nicht nachgekommen ist. Ein Verstoß gegen die Verpflichtung zur Meldung der Bienenvölker stellt nach der Bienenseuchenverordnung eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Das ist die Faulbrut

Bei der Amerikanischen Faubrut – auch Bösartige Faulbrut genannt – werden die Larven der Bienen infiziert und sterben ab. Das kann für die betroffenen Bienenvölker gefährlich werden, da keine Brut nachwachsen kann. Eine Gefährdungfür erwachsene Bienen, Menschen oder andere Lebewesen besteht nicht. Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierkrankheit nach dem Tiergesundheitsgesetz.

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