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Gifhorn Stadt Nach dem Elend in Flettmar: Amt will lebenslanges Tierhalteverbot
Gifhorn Gifhorn Stadt Nach dem Elend in Flettmar: Amt will lebenslanges Tierhalteverbot
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00:07 23.12.2009
In Geborgenheit: Die Hunde aus dem Flettmarer Elend sind jetzt in der Pfötchenpension in besseren Händen. Quelle: Photowerk (mpu)
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Das Tierelend brachte den halben Kreis auf die Beine. 30 Hunde, neun Katzen und 60 Enten und Puten in erbärmlichem Zustand brauchten eine neue Bleibe und müssen noch weiter aufgepäppelt werden. „Da finden Sie mal jemanden auf die Schnelle“, sagt Amtstierarzt Dr. Jürgen Thoms.
Die Hunde kamen ins Tierschutzzentrum Ribbesbüttel und in die Pfötchenpension Meine, das Tierheim Braunschweig hat die Katzen aufgenommen, das Geflügel ist auf Höfe in Bokelberge, Gilde und Langenklint verteilt. Thoms dankt den Helfern von Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr und Tierschutzvereinen. „Ohne deren selbstlosen Einsatz wäre das nicht händelbar gewesen.“
Einige Hunde seien vermittelt, so Thoms. Es habe Anfragen aus ganz Deutschland gegeben, unter anderem aus Augsburg und von der Dobermann-Nothilfe Bremen. Die Flettmaraner hätten auf Eigentumsanspruch verzichtet, das entbinde sie nicht von den Kosten. Der Landkreis will das Geld zurück.
Thoms prüft, ob eine Ordnungswidrigkeit oder sogar Straftat vorliegt. Ziel: ein lebenslanges Tierhalteverbot. Zudem sei der Sozialpsychiatrische Dienst eingeschaltet, da die Männer selbst in Unrat lebten. Das Finanzamt interessiere sich für die potenziellen Zuchteinnahmen.

rtm