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Gifhorn Stadt Polizei hat Radler im Visier
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19:00 20.09.2019
Radfahren in der Fußgängerzone: Die Gifhorner Polizei erhöht den Kontrolldruck und kassiert Verwarngelder. Quelle: Cagla Canidar
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Gifhorn

Trotz eines Fahrverbots sind immer mehr Radler in der Fußgängerzone unterwegs. Nachdem bei einem Unfall mitten in der City ein Kleinkind verletzt worden ist, erhöht die Polizei den Kontrolldruck.

Kopfverletzungen

Es passierte am Montag, 16. September, um 15 Uhr: Laut Polizeisprecher Thomas Reuter fuhr zu diesem Zeitpunkt eine Frau aus Litauen verbotenerweise mit ihrem Rad durch die Fußgängerzone. In Höhe der Eisdiele Dolomiti habe die die 53-Jährige dann mit ihrem Fahrrad einen Dreijährigen erfasst, der sich mit seiner Mutter (29) in der Innenstadt aufhielt. „Bei dem Zusammenstoß hat das Kind leichte Verletzungen am Kopf erlitten“, so Reuter. Zur Kontrolle und Behandlung sei das Kind vorsorglich mit einem Rettungswagen ins Klinikum transportiert worden.

Ordnungshüter reagieren

„Hätte die Frau ihr Rad geschoben, wäre es nicht zu diesem Unfall gekommen“, weist Reuter darauf hin, dass in der Fußgängerzone nur in der Zeit von 18 bis 11 Uhr Radfahren erlaubt ist. „Wir haben reagiert“, verweist der Polizeisprecher darauf, dass es in den vergangenen Tagen täglich Kontrollen an verschiedenen Punkten gegeben habe.

Kein Kavaliersdelikt

Radfahren in der Fußgängerzone sei kein Kavaliersdelikt, so der Polizeipressesprecher. „Fußgänger fühlen sich hier sicher und rechnen nicht damit, dass plötzlich ein Radfahrer an ihnen vorbei rast“, geht Reuter auf die bestehende Gefahr ein. Bei einer Kontrolle zu Wochenbeginn in Höhe des Rathauses hätte die Polizei in nur 35 Minuten mehr als 20 Radler ertappt und Verwarngelder kassiert.

Prozess droht

„Wer erwischt wird, muss ein Verwarngeld von 15 Euro zahlen, kommt es zu einer Behinderung von Passanten, werden 20 Euro fällig, bei einer Gefährdung sind es sogar 25 Euro“, so der Pressesprecher der Polizei. 30 Euro Verwarngeld kassieren die Ordnungshüter bei einem durch Radler verursachten Unfall. Für die Litauerin, die mit ihrem Rad den Dreijährigen angefahren und verletzt hat, könnte es sogar noch teurer werden. „Es handelt sich bei diesem Vorfall um eine fahrlässige Körperverletzung, die als Straftat gewertet wird und die 53-Jährige unter Umständen vor Gericht bringen kann“, so Reuter.

Politik gefordert

Udo von Ey, Vorsitzender der City-Gemeinschaft Gifhorn (CGG), appelliert an alle Gifhornerinnen und Gifhorner, das Radfahrverbot zu beachten. „Allerdings muss es auch erlaubt sein, über eine Aufhebung dieses Verbotes in bestimmten Bereichen der Fußgängerzone nachzudenken“, so der CGG-Chef, der selbst begeisterter Radler ist. „Mehr als Schrittgeschwindigkeit dürfte dann jedoch nicht gestattet werden“, verweist von Ey darauf, dass bei diesem Thema die Politik gefordert sei. „Solange es keine Lösung gibt, gilt das Verbot“, erinnert von Udo von Ey daran, dass insbesondere an Wochenmarkt-Tagen auch viele Seniorinnen und Senioren in der Fußgängerzone unterwegs sind.

Welche Folgen eine Missachtung des Radfahrverbots in der Fußgängerzone haben kann, weiß Andreas Alischer von der Analysestelle der Polizeiinspektion. Im Innenstadtbereich – in die Statistik einbezogen wurden neben der Fußgängerzone auch Schillerplatz und Cardenap – gab es seit 2014 bei Unfällen mit Radfahrer-Beteiligung zwei Schwerverletzte und neun Leichtverletzte.

Von Uwe Stadtlich

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