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Gifhorn Stadt Klimawandel kostet Wasserverband 25 Millionen Euro – Trinkwasser wird teurer
Gifhorn Gifhorn Stadt Klimawandel kostet Wasserverband 25 Millionen Euro – Trinkwasser wird teurer
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13:09 03.12.2019
Begehrtes Gut in heißen Sommern: Der Wasserverband baut im Zuge des Klimawandels sein Leitungsnetz aus. Quelle: Tim Schaarschmidt Archiv
Gifhorn

Um die neuen Trink- und Abwasserpreise ging es bei der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Gifhorn. Schlechte Nachrichten gab’s für die Haushalte in den Samtgemeinden Isenbüttel, Meinersen und Wesendorf. Dort wird Trinkwasser teurer. Auch der Klimawandel sorgt für Investitionen in nicht unerheblicher Höhe.

Für Haushalte wird’s 12 Euro im Jahr teurer

Der Kubikmeterpreis fürs Trinkwasser steigt ab kommendem Jahr um 7 Cent auf 89 Cent, das entspricht ungefähr einer Mehrbelastung für einen Haushalt von 12 Euro im Jahr. Davon betroffen sind im Landkreis rund 128 000 Menschen. In einigen Bereichen wird es auch günstiger werden, in der Sassenburg etwa sinkt die Regenwassergebühr um 25 Cent auf 1,05 Euro.

Ja zu neuen Trinkwasserleitungen

Der Wasserverband hat einiges vor der Brust, nicht zuletzt wegen derletzten Dürre-Sommer. Hier werde der Wasserverband zur Sicherstellung des Trinkwasservorkommens rund 25 Millionen Euro investieren müssen, rechnete Verbandsvorsteher Heinrich Wrede vor. Die Delegierten stimmten zu. Mit den 25 Millionen Euro sollen unter anderem große Transportleitungen für Trinkwasser aus dem Nordkreis in den Südkreis gebaut werden. „Der Nordkreis hat Reserven, es wird nach diesen Investitionen auch in Zukunft keinen Engpass geben“ sagte Geschäftsführer Andreas Schmidt.

Mehr Klärschlamm wird verbrannt

Teuer wird auch die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung. Die Kosten werden aufgrund der gestiegenen Anforderungen von 500 000 Euro in 2015 auf wahrscheinlich rund 1 100 000 Euro in 2020 steigen, da immer größere Klärschlammmengen der Verbrennung zugeführt werden müssten, so Wrede.

Weitere große Investitionen geplant

Umfangreiche Investitionen plant der Wasserverband Gifhorn im Abwasserbereich in den nächsten drei Jahren. Hier sind es rund 55 Millionen Euro, mit denen verschiedenste Maßnahmen realisiert werden sollen. In der Samtgemeinde Hankensbüttel für etwa 10 Millionen Euro unter anderem für die Anaerobanlage auf der Kläranlage Hankensbüttel, den Anschluss des Klärteiches Oerrel an die Kläranlage und die Neuordnung eines weiteren Abschnittes der Kanalisation im Bereich Hankensbüttel West.

Für rund 11 Millionen Euro stehen in Wittingen Maßnahmen an, unter anderem für die Anschlüsse verschiedener Klärteiche an die Kläranlage und die Neuordnung der Kanalisation in verschiedenen Straßen.

In der Samtgemeinde Wesendorf steht ein 5-Millionen-Euro-Paket an, unter anderem für die Anschlüsse verschiedener Klärteiche an die Kläranlage und die Neuordnung der Kanalisation in verschiedenen Straßen.

7 Millionen Euro investiert der Verband in der Samtgemeinde Meinersen, unter anderem für die Abwasserdruckleitung von Meinersen zur Kläranlage Flettmar, die Anschlüsse der beiden Klärteiche Ettenbüttel und Volkse und die Vererdungsanlage auf der Kläranlage Flettmar.

In der Samtgemeinde Isenbüttel sind Investitionen in Höhe von 3,5 Millionen Euro notwendig, unter anderem für Abwasserdruckleitungen zum Anschluss verschiedener Klärteiche an die Kläranlage Isenbüttel. In die Samtgemeinde Papenteich fließen rund 8 Millionen Euro für die Neuordnung der Kanalisation in verschiedenen Straßen.

Karl Ridder verabschiedet

Eine Personalie gab’s bei der Versammlung auch noch: Der neue Wittinger Bürgermeister Andreas Ritter wurde zum Nachfolger von Karl Ridder, der auch sein Vorgänger in der Stadt Wittingen war, gewählt. Verbandsvorsteher Wrede lobte die engagierte, langjährige Mitarbeit Ridders, überreichte ihm den „goldenen Wasserzähler“.

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