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Gifhorn Stadt Verbaler Angriff: Fraktionen gehen auf Distanz zur AfD
Gifhorn Gifhorn Stadt Verbaler Angriff: Fraktionen gehen auf Distanz zur AfD
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21:14 22.01.2019
Aufruhr im Gifhorner Rat: Es geht um verbale Attacken eines AfD-Politikers.
Aufruhr im Gifhorner Rat: Es geht um verbale Attacken eines AfD-Politikers. Quelle: Archiv
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Gifhorn

„Ich fühle mich verachtet und beleidigt – hier wurde der gesamte Stadtrat in Misskredit gebracht“, erklärt SPD-Chef Ulrich Stenzel, der ein Schreiben mit dem genauen Wortlaut der Facebook-Nachricht inzwischen an Bürgermeister Matthias Nerlich übergeben hat. „Als Verwaltungschef muss er prüfen, ob rechtliche Schritte möglich sind, denn es geht auch gegen die Stadt“, so Stenzel. Der Facebook-Post von Preuß zeige, „welch Geistes Kind“ diese Menschen seien.

Wortwahl ist völlig indiskutabel

„Die Wortwahl ist völlig indiskutabel – mir fehlen die Worte“, sagt CDU-Fraktionschef Thomas Reuter, der Preuß „Unverfrorenheit und Respektlosigkeit“ vorwirft. Nicole Wockenfuß von den Grünen zeigt sich entsetzt über den Facebook-Post: „Es ist ein Unding, dass so etwas in Deutschland möglich ist, ohne dass es rechtliche Konsequenzen gibt“, hofft Wockenfuß darauf, dass die Wählerinnen und Wähler endlich erkennen, wie die AfD tatsächlich denkt und handelt. „Persönlich habe ich längst meine Konsequenzen gezogen – ich grüße die Mitglieder der AfD-Fraktion nicht mehr.“

„Linksradikale Schuldprediger“

Preuß hatte in seinem Facebook-Post der Stadt vorgehalten, dass sie „genug Kohle hat, um einem linksradikalen Schuldprediger 150.000 Euro in den Rachen zu werfen, um Gifhorner Straßennamen nach vermeintlichen Altnazis zu durchforsten“. Nutzer seien „hypermoralistische Linksgrün-Versiffte und vertrocknete Alt-68er“. „Linke Ideologie frisst nicht nur Hirn, sondern auch Geld“, lautet der Schlusssatz.

Von Uwe Stadtlich

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