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Gifhorn Stadt Modellflugclub feiert 40-jähriges Bestehen
Gifhorn Gifhorn Stadt Modellflugclub feiert 40-jähriges Bestehen
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08:00 25.06.2019
Freundschaftsfliegen: Mit einer kleinen Veranstaltung feierte der Modellflugclub Gifhorn um den Vorsitzenden Sascha Poppen (r.) sein 40-jähriges Bestehen. Quelle: Thorsten Behrens
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Gifhorn

Der Motor ruckelt noch ein wenig, der Propeller dreht noch nicht sauber durch – die Maschine muss noch einmal angestartet werden. Doch dann hebt das Fluggerät ab und dreht seine Runden im blauen Sommerhimmel über Gifhorn. Es ist die erste Maschine, die zum 40-jährigen Bestehen des Modellflugclubs Gifhorn aufsteigt.

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60 Mitglieder hat der 1979 gegründete Verein derzeit, sagt Vorsitzender Sascha Poppen. Viele von ihnen kamen am Samstag zum Freundschaftsfliegen mit befreundeten Vereinen, darunter die Modellflieger aus Seershausen und Knesebeck. „Heute ist kein offizieller Flugtag für die Öffentlichkeit. Es geht mehr um das Miteinander unter den Piloten“, so Poppen.

Die Piloten hatten einige echte Hingucker auf dem Flugplatz zwischen Gifhorn und Wilsche aufgebaut. Unter anderem eine Maschine, die einem Sprühflieger aus der ehemaligen DDR nachempfunden ist. Sie war nach Plänen der originalen Maschinen entstanden – in Handarbeit. alles wurde selbst nachgebaut. „Besonderheit ist der Sieben-Zylinder-Sternmotor. Das Original hatte neun Zylinder, aber die gibt es im Modellbau nicht“, so Poppen. Knapp 25 Kilogramm wiegt der Flieger. „Das ist die Schwierigkeit, in der Größe unter den zulässigen 25 Kilogramm zu bleiben“, sagt der Vorsitzende. Starten dürfen auf dem Platz aber auch ganz andere Kaliber – denn er hat eine Zulassung bis 150 Kilogramm. Und die wurde auch gebraucht – beispielsweise bei dem Doppeldecker Bücker Jungmann.

Ebenfalls ein Modell Marke Eigenbau ist die Propellermaschine Jonny 2,0. „Aber hier gehen auch Fertigmodelle an den Start“, erklärt Poppen. Der Flugpark ist halt bunt gemischt, es gibt Segler und Jets mit echten Turbinen und Kunstflugdoppeldecker. Wie den Christen Eagle im Maßstab 1:2. An dem wurde rund 800 Stunden gebaut. „Das kann schnell zu einer Aufgabe für zwei oder drei Winter werden“, verrät Poppen.

Von Thorsten Behrens