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Gifhorn Stadt Mobilität der Zukunft: Das sind noch Gifhorns Schwachstellen
Gifhorn Gifhorn Stadt Mobilität der Zukunft: Das sind noch Gifhorns Schwachstellen
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15:00 26.04.2019
„Was ist eigentlich Mobilität?": Die Themenreihe der Stadt widmete sich am Donnerstagabend der Mobilität der Zukunft. Quelle: Ron Niebuhr
Gifhorn

Die Stadt Gifhorn ging mit ihrer Themenreihe „Was ist eigentlich Mobilität?“ am Donnerstagabend in die dritte Runde. Diesmal drehte sich alles um die Mobilität der Zukunft. Rund 50 Zuhörer verfolgten interessiert die Impulsreferate und diskutierten danach angeregt miteinander.

Nur auf zwei Rädern ist E-Mobilität angekommen

Drei Referenten waren zu Gast. Zunächst stellte Dr. Sonja Machledt-Michael von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften dar, wie wesentlich E-Mobilität ist, um den Straßenverkehr weniger lärm- und abgasintensiv zu gestalten. Während E-Bikes sich seit 2008 rasant wachsender Beliebtheit erfreuen, dümpeln die Verkaufszahlen von E-Autos auf kaum steigendem Niveau vor sich hin. „Auf zwei Rädern ist E-Mobilität angekommen, auf vier Rädern noch nicht“, sagte sie.

Dabei seien Smog und Lärm keineswegs nur Probleme in Metropolen. Um E-Bikes attraktiv zu machen, brauche es sichere Abstellanlagen sowie breite, ebene Radwege mit großen Kurvenradien. Ladestationen seien „höchstens im Tourismus“ relevant, erklärte Dr. Sonja Machledt-Michael.

Viel wichtiger sei aber, dass auch E-Autos von der breiten Masse angenommen werden, denn noch erzeuge der Straßenverkehr rund ein Drittel der Kohlendioxidemission.

Angebot an Ladesäulen ist zu niedrig

Nur 300 bis 630 Kilometer Reichweite? Kein Problem, da „90 Prozent aller mit dem Auto zurückgelegten Strecken eh kürzer als 20 Kilometer sind.“ Und 62 Prozent der Gifhorner leben in Einzel-, Doppel- oder Reihenhäusern - da klappt es auch mit dem Laden zuhause über Nacht. Das Angebot öffentlicher Ladesäulen sei ausbaufähig: „Es gibt in Gifhorn derzeit nur sieben“, sagte sie.

Frank Fickel von der Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr erklärte, dass sich die Menschen von der Individualmobilität verabschieden müssen. Damit das gelingt, sei der öffentliche Nahverkehr zu stärken: „Die Bahn müssen wir wieder hinkriegen. Die haben wir kaputt gespart.“

Öffentlicher Nahverkehr muss optimiert werden

Und auch Jan Grippenkoven vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ergänzte: „Individuelle Mobilität kostet viel und verbraucht viel.“

Öffentlicher Nahverkehr müsse völlig neu gedacht werden. Er sollte ohne feste Haltestellen und Routen auskommen und im Grunde für jeden auf Abruf verfügbar sein.

Von Ron Niebuhr

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