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Gifhorn Stadt Missbrauch in Gifhorner Wohngruppe: Gütetermin aufgehoben
Gifhorn Gifhorn Stadt Missbrauch in Gifhorner Wohngruppe: Gütetermin aufgehoben
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00:21 27.04.2019
Missbrauchs-Vorwürfe: Der Gütetermin des beschuldigten Sozialpädagogen vor dem Arbeitsgericht ist aufgehoben worden. Quelle: dpa Archiv
Gifhorn/Braunschweig

Die mittlerweile mit der Vertretung des Mannes beauftragten Rechtsanwälte aus Bremen haben die Verweisung des Rechtsstreits an das Arbeitsgericht Hannover beantragt.

Erster Gütetermin gescheitert

Anfang April hatte das Arbeitsgericht im ersten Gütetermin darüber zu befinden, ob die Ehefrau (59) von ihrem Arbeitgeber Life Concepts auch für die Zeit nach ihrer unbezahlten Suspendierung noch Lohnfortzahlungen erhält – das hatte Life Concepts abgelehnt. Der Gütetermin war gescheitert. Jetzt sollte es im zweiten Gütetermin um eine identische Forderung des Ehemanns gehen.

Die Rechtsanwälte Hess & Collegen aus Bremen haben allerdings laut Pressestelle des Arbeitsgerichts die örtliche Zuständigkeit der Braunschweiger Justiz gerügt und die Verweisung des Rechtsstreits an das Arbeitsgericht Hannover beantragt. „Hierüber ist zunächst zu entscheiden“, hieß es in einer Pressemitteilung des Gerichtssprechers Lutz Bertram. Eine Verlagerung der Zuständigkeit bedeutet laut Roman Mölling, Pressesprecher von Life Concepts, dass die komplette bislang geleistete juristische Arbeit für die Arbeitsgerichtsentscheidung neu aufgerollt werden müsse.

Kündigung liegt vor

Nachdem die beiden des Missbrauchs Beschuldigten – die zurzeit in Untersuchungshaft sitzen – nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit sofortiger Wirkung ohne Lohnfortzahlung freigestellt worden waren, hat ihr Arbeitgeber mittlerweile auch eine Kündigung ausgesprochen, wie Mölling auf AZ-Anfrage mitteilte. Dagegen habe der Kläger „eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Hannover eingereicht“, so Bertram.

Das Arbeitsgericht Braunschweig hatte für Ende August den Termin für die eigentlichen Kammerverhandlungen festgesetzt – es soll getrennte Verfahren für beide Beschuldigten geben. „Da in dem Arbeitsgerichtsprozess auch strafrechtlich relevante Dinge eine Rolle spielen, die die Entscheidung des Arbeitsgerichts möglicherweise beeinflussen, sollte die strafrechtliche Entscheidung abgewartet werden“, sagt Mölling.

Elf Missbrauchsfälle

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim wirft dem Ehepaar vor, zwischen 1998 und 2007 – damals noch als Mitarbeiter der Diakonie Kästorf – vier Schutzbefohlene in elf Fällen missbraucht zu haben beziehungsweise den Missbrauch geduldet zu haben.

Missbrauchsfall in Gifhorn: Weitere Infos

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Von Christina Rudert

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