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Gifhorn Stadt Mauersegler fühlen sich in Gifhorn wohl
Gifhorn Gifhorn Stadt Mauersegler fühlen sich in Gifhorn wohl
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17:22 24.07.2019
Positive Entwicklung: Durch künstliche Nist- und Bruthilfen gibt es in Gifhorn von Jahr zu Jahr mehr Mauersegler. Quelle: dpa
Gifhorn

„Auch 2019 kamen die Mauersegler schon sehr früh nach Gifhorn – bereits am 24. April waren die ersten Exemplare da“, hat Wagner beobachtet. Schon jetzt zeichne sich ein noch größerer Bruterfolg als 2018 ab, ist sich Wagner sicher. „Wie schon in den vergangenen Jahren haben wieder vier Brutpaare an unserem Haus gebrütet – und es gibt immer noch weitere Nischen für die Mauersegler“, freut er sich über das Anwachsen der Population.

Den guten Bestand der Mauersegler habe Gifhorn insbesondere einem Projekt der Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) in der Nord- und auch in der Südstadt zu verdanken, die sich für die Schaffung von künstlichen Bruthilfen engagiert habe, ist Wagner zufrieden. Er verweist unter anderem auf Projekte im Bereich der Celler Straße, des Weinbergs und des Windmühlenwegs. „Bevorzug werden von diesen Vögeln insbesondere Dächer, die noch nicht saniert sind“, so Wagner. Genistet und gebrütet werde in einer Höhe von sechs bis acht Metern, erklärt der Naturschutzbeauftragte.

In Gifhorn sind die Bestände stabil

Die Bestände in Gifhorn könne man als sehr stabil bezeichnen, verweist Wagner darauf, dass diese Entwicklung leider anderenorts in eine völlig andere Richtung gehe. Bundes- und auch landesweit kämpfe der Mauersegler um seine Existenz. „Dort sind die Bestände vielfach stark bedroht“, erklärt Wagner. Der Langstreckenzieher benötige für das Überleben nämlich eine intakte Umwelt.

So viele Insekten vertilgt eine Mauersegler-Familie

Eine Mauersegler-Familie vertilge täglich 50 Gramm Insekten. „Das sind etwa 20 000 Tierchen pro Tag“, so Wagner. Die Nahrung brauchen die Mauersegler auch, denn sie sind die Vielflieger unter den Zugvögeln: Bis zu zehn Monate im Jahr verbringen sie nämlich ununterbrochen in der Luft, denn dort fühlen sie sich wohl: Bei Flugmanövern erreichen sie im Sturzflug Geschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern.

Das muss für Mauersegler getan werden

„Damit die Mauersegler-Population sich auch zukünftig in Gifhorn so positiv entwickelt, sind bei der Sanierung von Dächern Ersatzbruthilfen notwendig – sie sind nicht teuer und überall machbar“, gibt Wagner Interessierten unter Tel. 05371-3703 Tipps und Ratschläge.

Wer Gifhorns Mauersegler beobachten will, muss sich übrigens beeilen: Ende Juli treten die schnellen Segler und Flugakrobaten den Heimflug in ihre Winterquartiere in Afrika an.

Von Uwe Stadtlich

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