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Gifhorn Stadt Lustig, böse, zynisch: Das war Heinz Rudolf Kunze in Gifhorn
Gifhorn Gifhorn Stadt Lustig, böse, zynisch: Das war Heinz Rudolf Kunze in Gifhorn
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00:19 22.05.2019
Wortballaden, Zynismus und geistreiche Gedanken: Heinz Rudolf Kunze überzeugte sein Publikum in Gifhorns Stadthalle. Quelle: Maren Kiesbye
Gifhorn

Voriges Jahr hatten ihn im Rahmen des ersten Aller-Festivals rund 800 Besucher im Gifhorner Schlosshof erlebt, am Freitag war er wieder zu Gast: Singer-Songwriter Heinz Rudolf Kunze gab mit seinem neuen Solo-Programm „Wie der Name schon sagt“ ein Konzert der Extraklasse in der Stadthalle.

Vor rund 40 Jahren begann die Bühnenkarriere des Wortkünstlers, seitdem veröffentlichte Kunze mehr als 30 Studio- und Live-Alben. Bei seinem jüngsten Auftritt präsentierte der Musiker seinem begeisterten Publikum einen Querschnitt seines schier unerschöpflichen Werkes.

Hits wie „Dein ist mein ganzes Herz“, „Finden Sie Mabel“ und „Meine eigenen Wege“ wechselten sich ab mit unbekannteren Songs, und zwischen jeweils zwei Liedern erzählte Kunze skurrile Anekdoten und Geschichten, forderte seine Zuschauer mit intelligenten Wortspielen heraus, brachte sie zum Lachen und zum Nachdenken.

Lustig, zynisch und hintersinnig

Seine Texte und Anekdoten sind manchmal lustig, oft böse und zynisch, hintersinnig. „Es gibt Städte, die sogar von oben betrachtet aussehen wie ein mit Akne übersätes Gesicht eines hormongeplagten Pubertierenden, Städte, bei denen man es bedauert, dass sie beim Bombenhagel von 1945 vergessen wurden, Städte, bei denen man auf den Anruf von irgendjemandem hofft, damit man einen Grund hat, so schnell wie möglich wieder zu verschwinden. Zu denen gehört Ihre zauberhafte Heimatstadt zum Glück nicht. Schön, dass Sie alle da sind“, begrüßte er seine mehr als 400 Zuschauer.

Von Trump, Bush und Barth

„Seitdem wir den Vollidioten Trump haben, wissen wir erst, was wir an dem Trottel Bush hatten. Und seit es Mario Barth gibt, erscheint uns Didi Hallervorden wie ein Messias.“ Schlussfolgerung: „Die jüngste Geschichte ist der Ast, an dem wir sägen.“ Solche Lebensweisheiten teilte der 62-jährige mit seinem Publikum. Er berichtete über Freunde, die nach und nach alle auswandern wollten, Neuseeland reiche da nicht, es müsse schon mindestens die Venus sein. Humorvoll wanderte Kunze durchs Programm, in dem es um Liebe ging, Leben und Miteinander, Umweltsünder und Ausbeuter.

Von Maren Kiesbye

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