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Gifhorn Stadt Leitbild Mobilität 2030: Wie kann Gifhorns Verkehr klimafreundlicher werden?
Gifhorn Gifhorn Stadt Leitbild Mobilität 2030: Wie kann Gifhorns Verkehr klimafreundlicher werden?
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16:42 27.09.2019
Leitbild Mobilität: Bei der Abschlussveranstaltung gab's ein klares Votum für klimafreundliche Mobilität für Gifhorn. Quelle: Christina Rudert
Gifhorn

Wie hätten Sie’s denn gerne mit der Mobilität im Jahr 2030? Auf die Frage gaben die rund 80 Gifhorner am Donnerstagabend im Gifhorner Ratssaal eine sehr eindeutige Antwort, erkenntlich an grünen Klebepunkten: Sie favorisieren eine Mobilität, die den Klimaschutz in den Mittelpunkt stellt. Dazu gehören beispielsweise durchgehend Tempo 30 in der gesamten Stadt, höhere Parkgebühren, ein 30-Minuten-Takt des öffentlichen Personennahverkehrs und ein lückenloses Radwegenetz inklusive drei Radschnellstraßen. Allerdings: Auch dann liegt den Untersuchungen zufolge der Anteil der Fahrten mit dem Auto noch bei gut 50 Prozent.

Leitbild Mobilität: Bei der Abschlussveranstaltung stellte Manfred Michael die verschiedenen denkbaren Szenarien vor. Quelle: Christina Rudert

Das Leitbild Mobilität

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„Da geht es um kurze Wege beispielsweise durch eine Mischnutzung, die Einkaufsgelegenheiten in fußläufiger Entfernung ermöglicht“, nannte Michael ein Element. Das führe in gewissen Bereichen der Innenstadt zu einer Nachverdichtung. Ein verbindlicher 30-Minuten-Takt der Bus- und Bahnlinien gehört dazu, „man muss auch gut von einem Verkehrsmittel aufs andere umsteigen können“. Drei Radschnellstraßen – eine an der Kreisstraße 114 nach Wolfsburg, eine über Wasbüttel nach Wolfsburg und eine nach Braunschweig – gehören zum Konzept, darüber hinaus ein lückenloses Radwegenetz mit einheitlicher Beschilderung. Fahrradstellplätze, möglichst überdacht, ebenso.

Zu viele und zu kostengünstige: Parkplätze in Gifhorn könnten künftig intensiver bewirtschaftet werden – das bedeutet Parkgebühren. Quelle: Michael Uhmeyer

Die Folge von einem solchen Szenario: Der Anteil der Autofahrten an den täglich zurück gelegten Wegen reduziert sich von 69 auf 52 Prozent – so hoch bleibt er nicht zuletzt, weil Gifhorn eben nicht nur aus der Kernstadt, sondern auch den Ortsteilen besteht, in denen es zum Teil keine Einkaufsmöglichkeiten gibt. Der Anteil der Fahrten mit dem Rad verdoppelt sich fast, derjenige der Fahrten mit dem Nahverkehr ist sogar mehr als doppelt so hoch. Auch die Zahl der Fußgänger steigt.

Leitbild Mobilität: Bei der Abschlussveranstaltung gab's ein klares Votum für klimafreundliche Mobilität für Gifhorn. Quelle: Christina Rudert

Oliver Bley, Verkehrsplaner der Stadt Gifhorn, resümierte am Ende mit dem Ausblick auf die nächsten Schritte: „Jetzt werden die Themen in den politischen Gremien beraten und beschlossen.“ Übrigens in den meisten Fällen in öffentlichen Sitzungen.

Von Christina Rudert

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