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Gifhorn Stadt Leihauto behalten: Jetzt geht’s ins Gefängnis
Gifhorn Gifhorn Stadt Leihauto behalten: Jetzt geht’s ins Gefängnis
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00:22 17.05.2019
Vier Monate Haft vom Amtsrichter: Ein 23-Jähriger gab seinen Mietwagen nicht zurück. Quelle: Archiv
Gifhorn

Der 23-Jährige, der in Salzgitter geboren wurde, derzeit von seinen Ersparnissen lebt und nach eigenen Angaben demnächst einen Handy-Laden eröffnen will, war am 29. Dezember 2018 bei einer Firma in Isenbüttel aufgetaucht, um sich den VW-Passat zu mieten. „Als Rückgabetermin wurde der 5. Januar 2019 vereinbart“, warf der Strafrichter selber einen Blick in die Polizei-Akten, da sich der 23-Jährige zu der Anklage in der Hauptverhandlung nicht äußern wollte.

Wagen kam nicht zurück

Zum vereinbarten Termin sei der Wagen jedoch nicht wieder beim Isenbütteler Unternehmen abgeliefert worden, stellte die Hildesheimer Staatsanwältin fest. Stattdessen sei der 23-Jährige weiter mit dem Wagen unterwegs gewesen. Dabei sei er wegen Raserei geblitzt worden und habe zudem einen Unfall gebaut.

Am Wagen – er sei auch von Bekannten des 23-Jährigen genutzt worden – sei dabei Schaden von rund 2500 Euro entstanden. Die „Mietrückstände“ hätten sich zudem auf 1500 Euro belaufen, so die Staatsanwältin.

Polizei stellt Auto sicher

Erst im April sei der Wagen wieder beim Isenbütteler Unternehmen gelandet: Die Polizei habe ihn vor der Wohnung des 23-Jährigen in Hannover sichergestellt. Bei einer Durchsuchung seien dort auch die Fahrzeugschlüssel und der Fahrzeugschein gefunden worden.

Der 23-Jährige habe sich nicht an die vereinbarten Mietfristen gehalten, berichtete eine kaufmännische Angestellte der Isenbütteler Firma über den Unterschlagungsfall. Vergeblich habe man versucht, telefonisch Kontakt mit dem jungen Mann aufzunehmen. Per SMS sei er dann aufgefordert worden, den Wagen endlich abzuliefern. Dieser Forderung sei er jedoch nicht nachgekommen, so die 54-Jährige. Die Firma habe daraufhin die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet.

Langes Vorstrafenregister

„Trotz mehrerer Bewährungsstrafen haben Sie unbeeindruckt weiter gemacht“, stellte der Strafrichter in seinem Urteil fest. Er verwies auf ein langes Vorstrafenregister des 23-Jährigen – darunter Verurteilungen wegen Körperverletzung, räuberischer Erpressung, Leistungserschleichung, Diebstahl mit Waffe und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Auch wenn sich der 23-Jährige in der Hauptverhandlung nicht zu den Vorwürfen äußerte und sich in Schweigen hüllte, gab es für den Richter keinen Zweifel an der begangenen Tat. Als Beweismittel wurde unter anderem ein Foto aus dem Blitzer präsentiert, auf dem der junge Mann gut zu erkennen war. Eine erneute Bewährungsstrafe, für die der Verteidiger plädiert hatte, war mit dem Strafrichter darum nicht zu machen.

Von Uwe Stadtlich

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