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Gifhorn Stadt Lebenshilfe-Bewohner bauen Hordengatter für den Harz
Gifhorn Gifhorn Stadt Lebenshilfe-Bewohner bauen Hordengatter für den Harz
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18:48 21.12.2019
Großauftrag: In den Werkstätten der Lebenshilfe Gifhorn entstehen aus Borkenkäfer-Fichten Holzzäune gegen Wildverbiss. Quelle: Lebenshilfe Gifhorn
Gihorn

Großauftrag der Landesforsten: Die Lebenshilfe Gifhorn fertigt Schutzzaun-Segmente für die Wiederaufforstung von Kahlflächen im Bereich des Forstamst Clausthal – aus Harz-Fichten, die dem Borkenkäfer zum Opfer fielen.

Besonders praktische Verwendung

Was tun mit den Bergen von Borkenkäfer-Holz, die sich derzeit in den Harzer Wäldern türmen? Förster der Niedersächsischen Landesforsten haben für einen kleinen Teil des Holzes eine besonders praktische Verwendung gefunden. Einige hundert Borkenkäfer-Fichten verkauft das Forstamt Clausthal an seinen langjährigen Kunden, das Sägewerk Heuer in Gifhorn, das die Stämme zu Dachlatten in immer gleicher Stärke und Länge zerteilt.

250 Elemente

Vom Sägewerk gehen die Latten in die Werkstätten der Lebenshilfe Gifhorn, wo die Beschäftigten daraus so genannte Hordengatter anfertigen – im ersten Auftrag insgesamt 250 solcher Elemente. „Wir haben extra Vorrichtungen für die gleichbleibende Produktion angefertigt. Außerdem mussten wir die Arbeitsplätze mit zusätzlichem Werkzeug und einer neuen Druckluftleitung versehen“, so Abteilungsleiter Ingo Braukmann.

Mischwald im Revier Radauberg

Heuer bringt die fertigen Zäune zurück in den Harz und lädt die Gatter an den großen Kahlflächen im Forstamt ab, wo sie aufgestellt werden als Schutzzäune, um Neuanpflanzungen vor Wildverbiss zu schützen. Eine der großen Kahlflächen liegt nahe der Eckertalsperre. „Hier haben Borkenkäfer im Spätsommer 2019 keinen lebenden Baum zurückgelassen“, so Michael Rudolph, Sprecher der Landesforsten. Im Revier Radauberg soll ein Mischwald entstehen.

Stück für Stück aufbauen

Mitarbeiter eines Forstunternehmens stellen die Wildschutzzäune im Eckertal auf Quelle: Landesforsten

Im Wald angekommen und auf die Pflanzflächen verteilt, werden die Hordengatter Stück für Stück aufgebaut. „Dabei braucht es zwei bis drei Arbeiter, um die zwei Meter hohen Holzzäune aufzustellen und fest abzustützen“, so Rudolph. Die Hordengatter müssten stabil stehen, um nicht bei Sturm oder hohem Schnee umgedrückt zu werden. Die Höhe von zwei Meter garantiere, dass kein Hirsch den Holzzaun überwinden kann.

Der neue Wald

Sind alle Horden aufgestellt, wird der neue Wald gepflanzt: Bergahorn, Rotbuche, Roterle, Eberesche, Weiden, Birken, Fichten, Douglasien und Lärchen. „Heute stehen uns mehr Baumarten zur Verfügung als 1949, als nach den Reparationshieben die Kahlflächen im Harz nur mit Fichten bepflanzt werden konnten“, erläutert Ralf Krüger. Der Forstamtsleiter freut sich über die sinnvolle Verwendung der Borkenkäfer-Fichten aus seinen Revieren. „So tragen die Holzgatter gleich zweifach zum Klimaschutz bei: Ihr Holz speichert CO2 und ersetzt Drahtzäune und sie schützen den nachwachsenden Klimaschutz-Wald vor Reh und Hirsch.“

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