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Gifhorn Stadt Landkreis reagiert auf Pendler-Proteste
Gifhorn Gifhorn Stadt Landkreis reagiert auf Pendler-Proteste
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10:03 12.07.2019
Stau in Osloß: Vor allem die Baustellenampel dort bremst die Pendler täglich aus. Hat das bald ein Ende? Quelle: Sebastian Preuß
Osloß

Können Pendler auf der B 188 bald aufatmen? Der Landkreis Gifhorn hat nach starken Protesten von Autofahrern die Grünphase für die Fahrtrichtung Gifhorn an der Osloßer Baustellenampel verlängert. Die Kritik reißt indessen nicht ab.

Die L 292 bei Calberlah ist gesperrt, die K 114 hinter Ilkerbruch Einbahnstraße in Richtung Wolfsburg – und so rollt der Feierabendverkehr aus Wolfsburg nach Gifhorn fast ausschließlich über die B 188. Ausgerechnet auf der Route gibt es mitten in Osloß eine Baustelle. „Um hier zügig eine Entlastung herbeizuführen, hat der Landkreis Gifhorn die Grünphase der Lichtsignalanlage in Richtung Gifhorn für den Feierabendverkehr erheblich verlängert“, so Dr. Thomas Walter auf AZ-Nachfrage. Bislang konnten die Arbeiten des Wasserverbandes ihm zufolge dort nicht ohne Ampelregelung laufen. Der Verband prüfe aber, ob die Arbeiten am Donnerstag und Freitag ohne Ampel auskommen. Am Donnerstag war sie nach AZ-Informationen aus.

Auch auf die K 114 und die umstrittene Einbahnstraßenregelung geht Walter ein. Weil die Stadt Wolfsburg diese Maßnahme wegen Fristen bei einer Förderung noch dieses Jahr durchziehen müsse, sei der Bau des Amphibienleitsystems dort nötig. Eine wechselnde Einbahnstraßenregelung – morgens nach Wolfsburg, nachmittags nach Gifhorn – sei erwogen aber „als nicht umsetzbar“ verworfen worden.

Lutz Dietrich von der Gifhorner Kreisverkehrswacht kann wie die Pendler nur den Kopf schütteln. Er hält eine wechselnde Einbahnstraßenregelung für möglich. „Dann wären wenigstens die Hauptverkehrszeiten entlastet.“

Straßenbaulastträger nutzen gern die Sommerferien, um Bauarbeiten vorzunehmen – weshalb diese sich nun wieder ballen. Doch ist das noch zeitgemäß? „Die Werksferien werden den Verkehr nicht viel verringern“, prognostiziert Dietrich. Die Produktion möge ja ruhen, dennoch arbeiteten immer noch genug Leute bei VW. Und die Sommerferien hält er auch für überbewertet, was die Entlastung der Straßen betrifft. „So viele Schüler sind nicht mit dem Auto unterwegs.“ Die Urlaube der Eltern seien eher verteilt. Deswegen plädiert Dietrich inzwischen dafür, die Baumaßnahmen zu verteilen, statt sie auf die Ferien zu konzentrieren.

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Von Dirk Reitmeister

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