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Gifhorn Stadt Die neuen Regeln für Notbetreuung in den Kitas
Gifhorn Gifhorn Stadt Die neuen Regeln für Notbetreuung in den Kitas
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19:55 21.05.2020
Es bleibt bei der Notbetreuung: Die Kreisverwaltung erklärt die Folgen der aktuellen Regelungen für die Kitas. Quelle: Uwe Anspach/dpa
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Landkreis Gifhorn

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass Kitas, Krippen und Horte nach wie vor nur die Corona-bedingte Notbetreuung anbieten, auch wenn diese seit dem 11. Mai etwas verändert wurde. Laut Landkreis besteht zurzeit kein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, Regelbetrieb ist lediglich für die Kindertagespflege mit bis zu fünf betreuten Kindern möglich.

Das Land Niedersachsen hat für Kindertagesbetreuung und Kinderhorte die Betreuungskapazitäten auf bis zu 50 Prozent aufgestockt – was vor Ort tatsächlich möglich ist, hängt von räumlichen, personellen und organisatorischen Kapazitäten ab. Unter weiterer Beobachtung des Infektionsgeschehen hat das Land die Anhebung der Gruppengrößen beschlossen. Krippen dürfen nun maximal acht Kinder, Kitas maximal 13 Kinder und Horte maximal zehn Kinder pro Gruppe gleichzeitig betreuen.

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Neue Kriterien

Der Landkreis weist darauf hin, dass die Kriterien für die neu zu vergebenden Betreuungsplätze nicht von der Berufszugehörigkeit der Erziehungsberechtigten abhängen – nach wie vor gilt, dass mindestens ein Elternteil in einem Beruf der kritischen Infrastruktur oder in betriebsnotwendiger Stellung in Berufszweigen von allgemeinem öffentlichen Interesse arbeiten muss. Neu hinzu kommen auf die Kinder direkt bezogene Kriterien, wenn Kinder zum Beispiel einen besonderen Betreuungsbedarf haben oder im nächsten Schuljahr schulpflichtig werden.

Der Landkreis weist darauf hin, dass die jeweiligen Kita-Leitungen die zu betreuenden Kinder auswählen. Dafür hat die Kreisverwaltung entsprechend der aktuellen Landesvorgaben Handlungsempfehlungen an die Kitas herausgegeben. „Gegenwärtig ist ein Spagat zu leisten zwischen dem Wunsch der Kinder und Eltern auf eine Wiederaufnahme der Kinderbetreuung und der Notwendigkeit, das Corona-Virus weiterhin entschieden einzudämmen“, betont Landrat Dr. Andreas Ebel. „Dies ist am ehesten durch eine schrittweise Ausweitung der Kinderbetreuung zu gewährleisten. Leider führt das dazu, dass noch nicht alle Kinder einen Betreuungsplatz erhalten.“

Besondere Härtefälle

Die Aufnahme eines Kindes in die Notbetreuung ist auch in besonderen Härtefällen möglich. Dazu zählen eine drohende Kindeswohlgefährdung, die Gefährdung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (insbesondere bei Alleinerziehenden), die Möglichkeit, Geschwisterkinder gemeinsam zu betreuen, oder die Gefahr, dass einem Elternteil die Kündigung oder ein erheblicher Verdienstausfall droht. Die Anträge auf einen Notbetreuungsplatz müssen von den Eltern oder Erziehungsberechtigten ausgefüllt und der Kita-Leitung zur Entscheidung vorgelegt werden.

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