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Gifhorn Stadt Kreis Gifhorn: Viele Lehrstellen, immer weniger Bewerber
Gifhorn Gifhorn Stadt Kreis Gifhorn: Viele Lehrstellen, immer weniger Bewerber
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12:04 06.11.2019
Schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt: Auch im Landkreis Gifhorn gibt’s immer mehr Lehrstellen, jedoch auch immer weniger Bewerberinnen und Bewerber. Quelle: dpa (Archiv)
Landkreis Gifhorn

Es ist eine Entwicklung, die viele Unternehmen – insbesondere im Handwerk – vor große Probleme stellt. Auch im Landkreis Gifhorn gibt es immer mehr Ausbildungsplätze, jedoch immer weniger Bewerber. „Eine spürbare Trendwende ist nicht in Sicht“, sagt Wiebke Saalfrank, Sprecherin der Agentur für Arbeit in Helmstedt.

Beratungsjahr-Bilanz

Im Hinblick auf das abgelaufene Berufsberatungsjahr 2018/2019 sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: „Die Zahl der Ausbildungsstellen liegt in unserem Zuständigkeitsbereich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Relation von Berufsausbildungsstelle zu gemeldetem Bewerber beträgt 1,3 zu 1“, so Saalfrank. Für Firmen und Unternehmen werde es zunehmend schwieriger, Fachkräfte zu bekommen. „Die Schere wird auch im Landkreis Gifhorn in Zukunft weiter auseinandergehen“, verweist Saalfrank auf den demografischen Wandel.

Demografische Entwicklung

„Während wir im Berufsberatungsjahr 2018/2019 erneut eine höhere Anzahl an vakanten Ausbildungsplätzen gemeldet bekamen, sank die Zahl der Bewerber weiterhin und hat mit 2.415 Bewerbern einen neuen Tiefstand erreicht“, ergänzt Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt. Neben der demografischen Entwicklung halte der Trend zum Fachabitur und Abitur und damit eine stark ausgeprägte Neigung zum Studium an“, weiß Steinmann.

123 Lehrstellen unbesetzt

„Trotz intensiver Bemühungen diese Ausbildungsplätze mit dem dafür geeigneten Bewerber zusammenzubringen, konnten von den 3168 Ausbildungsstellen 123 bis zum 30. September noch nicht besetzt werden. Das waren 189 oder knapp 60 Prozent weniger unbesetzte Stellen als noch im Vorjahr,“ erläutert Ulf Steinmann weiter. Die meisten unbesetzten Lehrstellen gebe es vor allem im Verkauf von Lebensmitteln, der Lebensmittel- und Speisezubereitung, im Bau- und Ausbaugewerbe, im Bereich Hotellerie und Gastronomie, bei den medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellten.

Sinkende Bewerberzahlen

Im Landkreis Gifhorn sei die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Beratungsjahr 2018/2019 um elf Stellen (oder 1,2 Prozent) auf 901 gestiegen, so die Agentur-Sprecherin. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern für Ausbildungsstellen sank zum Vorjahr um 69 (ein Minus von 5,9 Prozent) auf 1099.

Überzeugungsarbeit leisten

Überzeugungsarbeit leisten und verstärkt für die duale Ausbildung werden: „Wir wollen den Jugendlichen aufzeigen, dass das Studium nicht der einzige Weg ist“, so Saalbach. Gerade im Handwerk gebe es vielfältige Chancen für eine berufliche Karriere.

Notwendigkeit besteht

Warum diese Notwendigkeit besteht, verdeutlichen die Gesamtzahlen: Im Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt und der zugehörigen Jobcenter stieg die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Beratungsjahr 2018/2019 um 123 (oder vier Prozent) auf 3168. Gleichzeitig sank die Nachfrage von Bewerberinnen und Bewerbern nach Lehrstellen im Vergleich zum Vorjahr um 246 auf 2415. Dies ist ein Rückgang um 9,2 Prozent.

Von Uwe Stadtlich

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