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Gifhorn Stadt Krötenwanderung: Nabu appelliert an Autofahrer
Gifhorn Gifhorn Stadt Krötenwanderung: Nabu appelliert an Autofahrer
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07:00 15.02.2020
Schutzzäune erstellt: Der Naturschutzbund warnt bereits vor der bevor stehenden Krötenwanderung. Quelle: privat
Volkse

Es geht bald wieder los: Der Naturschutzbund Meinersen gehört zu denjenigen, die vor den bevor stehenden Krötenwanderungen auf den einschlägig bekannten Strecken im Kreis Gifhorn warnen.

Reinhard Meier vom Nabu in Meinersen rechnet fest damit, dass in den kommenden Tagen schon die ersten Kröten auf die Reise gehen werden. Deshalb haben er und seine Mitstreiter – unter anderem auch Mitarbeiter des Landkreises – die ersten Schutzzäune aufgestellt. Sie waren bei Volkse, Hillerse, Stüde und Teichgut im Einsatz.

Die Gefahr durch den Luftdruck

Die Amphibien machen sich bei milden Temperaturen auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Der Nabu appelliert an Autofahrer, auf den Wanderstrecken maximal mit Tempo 30 zu fahren, denn der Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn sei es, der die Amphibien töte. Bei höherer Geschwindigkeit erzeugen Fahrzeuge einen so hohen Luftdruck, dass die inneren Organe von Fröschen, Kröten und Molchen platzen und die Tiere qualvoll verenden. Darüber hinaus werden jährlich zahlreiche Tiere von Autos überrollt.

Ehrenamtliche Helfer tragen Tiere über die Straße

An den etwa 50 Zentimeter hohen Schutzzäunen entlang sind im Abstand von ungefähr 15 Metern Auffangeimer in die Erde gebuddelt, in die die Tiere fallen, wenn sie versuchen, die Zäune zu überwinden. Ehrenamtliche Helfer nehmen Kröten und Frösche aus den Sammeleimern an den Amphibienschutzzäunen und tragen sie über die Straßen in Richtung des Laichgewässers – Tag für Tag. Die Ehrenamtlichen sind vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden unterwegs. Dabei müssen sie häufig die Straßen überqueren. Deshalb sollten Autofahrer besonders in der Dunkelheit auf Warnschilder, Tempolimits und Umleitungen achten.

Der Nabu sucht weitere Naturschützer, die Krötenschutzzäune aufbauen oder betreuen. Wer Interesse hat, meldet sich am besten per Email unter info@nabu-gifhorn.de oder Tel. (0 53 73) 43 61.

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