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Gifhorn Stadt Mehr Häusliche Gewalt und Körperverletzung im Raum Gifhorn
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00:19 24.03.2019
Häusliche Gewalt: Für das Jahr 2018 weist die Kriminalstatistik 238 Fälle aus – die Polizei verweist zudem auf eine hohe Dunkelziffer. Quelle: dpa
Gifhorn

Nach einem Anstieg in den Jahren 2014 bis 2016 sei die Zahl der Körperverletzungsdelikte im Jahr 2017 um 125 auf 773 Fälle auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen – 2018 gab’s jedoch wieder einen spürbaren Anstieg, sagt Andreas Sosniak, Leiter der Analysestelle der Gifhorner Kripo. Die Zahl sei um 124 auf 897 Fälle angestiegen und bewege sich somit wieder auf dem Niveau von 2016. Erfreulich sei allerdings die gestiegene Aufklärungsquote, die in diesem Deliktbereich um 1,37 auf 94,54 Prozent angestiegen sei.

Anstieg bei gefährlicher Körperverletzung

Bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungen habe es 2018 einen Anstieg um 16 auf 197 Fälle gegeben, bei den einfachen Körperverletzungen einen Anstieg um 18,54 Prozent (102 Fälle) auf 652 Fälle.

Häusliche Gewalt: Hohe Dunkelziffer

Mehr Straftaten in Sachen häusliche Gewalt: Im vergangenen Jahr hatten es die Ermittler mit 238 Fällen (plus 63 Fälle) zu tun – bei 187 Taten handelte es sich um Körperverletzung. 71 Prozent der Opfer waren Frauen. „Diese Zahl wird sich weiter erhöhen, denn das Anzeigeverhalten hat sich verändert“, glaubt Gifhorns stellvertretender Kripo-Chef Andreas Krenz. Die angezeigten Taten spiegelten jedoch nicht das tatsächliche Geschehen wieder, verweist Krenz auf eine hohe Dunkelziffer.

34 Attacken auf Polizisten

Widerstand, tätliche Angriffe oder Körperverletzung: Die Anzahl der Fälle, bei denen Polizeibeamte bei Einsätzen Opfer geworden sind, stieg gegenüber 2017 um zwei auf 34 Attacken. 62 Polizisten waren betroffen (Vorjahr 69).

Enkeltrick: 41 Versuche im Jahr 2018

Sie operieren aus dem Ausland und ihre Opfer sind ältere Menschen: Mit dem Enkeltrick und als falsche Polizisten haben 2018 dreiste Betrüger auch im Landkreis Gifhorn Senioren um ihr Erspartes gebracht. Die Polizei verweist in der Kriminalstatistik auf hohe Fallzahlen.

„Diese Straftaten haben in den letzten Jahren stetig zugenommen“, weiß stellvertretender Kripo-Chef Andreas Krenz. Hätten die Ermittler 2008 nur einen Enkeltrick registriert, seien es zehn Jahre später 41 Fälle, bei denen Ganoven versucht hätten, ältere Menschen abzuzocken. In fünf Fällen sei es dem Täter auch gelungen. Zum Teil seien hohe Bargeldsummen erbeutet worden.

Auch als falsche Polizisten agierten die Betrüger 2018: In acht Fällen blieb es beim Versuch, in einem Fall waren die Täter erfolgreich.

„Der Kontakt zu den Opfern wird über Callcenter hergestellt, die ihren Sitz in der Türkei oder in Polen haben“, so Krenz. „Wenn der Fisch einmal an der Angel ist, wird der Geldabholer in Deutschland aktiviert“, beschreibt der stellvertretende Kripo-Chef die Arbeitsweise der Täter. Die Dunkelziffer in diesem Deliktsbereich sei hoch: Viele Betrogene würden aus Scham auf eine Anzeige verzichten, glaubt Krenz.

Von Uwe Stadtlich

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