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Gifhorn Stadt Konzepte für nachhaltige Bewässerung
Gifhorn Gifhorn Stadt Konzepte für nachhaltige Bewässerung
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16:00 12.07.2019
Förderverein Nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum: Die Gründungsmitglieder arbeiten an einem Netzwerk. Quelle: Foto: Förderverein
Landkreis Gifhorn

Ein regionaler Förderverein Nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum soll sich künftig auch im Landkreis Gifhorn dafür einsetzen, Forschung und Akteure aus Verwaltung, Firmen und Verbänden in den Bereichen Wassermanagement, -bewirtschaftung und -verwendung zu vernetzen.

18 Gründungsmitglieder und eine Reihe Interessierter waren für die Gründung nach Suderburg an die Hochschule Ostfalia gekommen. Zum Vorstand um den Vorsitzenden Ulrich Ostermann, Geschäftsführer des Kreisverbandes der Wasser und Bodenverbände Uelzen, gehören als Stellvertreter Jan Bokelmann, Dachverband Feldberegnung Gifhorn, sowie Dr. Jürgen Grocholl, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, und Prof. Klaus Röttcher, Ostfalia. Als Geschäftsführer wurde der wissenschaftliche Mitarbeiter der Ostfalia Dominik Meinardi gewählt.

Die zunehmende Konkurrenz um Wasserressourcen zwischen Trinkwasserversorgung, landwirtschaftlicher Bewässerung und genügend Was­ser für den Naturhaushalt sowie die Zunahme von Starkregen, Hochwasser und Sturmfluten machen es notwendig, Möglichkeiten des Wasserrückhaltes in Landschaft und Boden sowie Einsparpotenziale beim Wasserverbrauch besser zu nutzen – zumal sich diese Situationen durch den Klimawandel noch weiter verschärfen werden.

Die Wasserwirtschaft im ländlichen Raum stellt besondere Anforderungen. Die geringere Besiedlungsdich­te erfordert mehr Leitungen und Infrastruktur pro Ver­braucher. Eine größere Zahl kleiner und mittlerer Abwasserreinigungsanlagen zu ertüchtigen, um Spurenstoffe oder Mikroplastik aus dem Ab­wasser zu entfernen, ist aufwändiger als in zentralen großen Anlagen im urbanen Bereich. Andererseits ist im ländlichen Raum eine höhere Flächenverfügbar­keit gegeben und die Zahl industrieller Einleiter oder etwa Krankenhäuser ist begrenzt. Das Verregnen von gereinigtem Abwasser auf landwirt­schaftlichen Flächen ist ein Beispiel für eine ange­passte Lösung.

Neben den genannten Themen sind ökologische An­forderungen hinsichtlich der Gewässerqualität und der Vermeidung von Einträgen von Nährstoffen, Mik­rowirkstoffen oder Mikroplastik von Bedeutung.

In Nordostniedersachsen liegen mit rund 230 000 Hektar etwa 40 Prozent der bewässerten Flächen Deutschlands. Dadurch ist hier auch zu vielen dieser Themenfelder eine hohe Kompetenz vorhanden. Der nun gegründete Förderverein bietet eine interdisziplinäre Platt­form, um Lösungen zu entwickeln und zu erproben. Auch die Anpassung von Konzepten für andere Regio­nen steht im Fokus des Vereins.

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