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Gifhorn Stadt Klima-Protest in Gifhorn: Darum ist die Adenauer-Straße gesperrt gewesen
Gifhorn Gifhorn Stadt Klima-Protest in Gifhorn: Darum ist die Adenauer-Straße gesperrt gewesen
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08:01 28.11.2019
Erste Aktion von Extinction Rebellion in Gifhorn: Die Konrad-Adenauer-Straße wurde am Mittwoch für einige Minuten gesperrt. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Premiere für die Gifhorner Extinction Rebellion: Sechs Aktivisten der radikalen Umweltschutzbewegung legten am Mittwochnachmittag für einige Minuten den Verkehr auf der Konrad-Adenauer-Straße lahm. Einige entnervte Autofahrer ließen ihren Frust darüber an der Hupe raus. Zum Schluss gab es eine kleine Belehrung von der Gifhorner Ordnungsamtschefin Babette Kutrib.

„Habe das Gefühl, dass keiner zuhört“

„Ziviler Ungehorsam ist das Ziel, seine Wünsche durchzusetzen. Wir wollen zeigen, was falsch läuft“, gab sich Charlott Bode beim Treffpunkt auf dem Gifhorner Marktplatz entschlossen. „Ich habe das Gefühl, dass keiner zuhört“, begründet Celine Randau ihre Teilnahme an Extinction Rebellion. Wichtig ist dabei Teilnehmerin Dr. Ursula Schwarting: „Das Konzept der Gewaltfreiheit hat mich überzeugt, deshalb bin ich dabei.“

Straßensperrung mit Transparenten

Sie alle haben das Gefühl, dass die bisherigen Aktionen des Klima-Protestsins Leere liefen. Jetzt wollen sie die nächste Stufe zünden. Also geht’s auf zur ersten öffentlichen Aktion. Punkt 15 Uhr holten sie in Höhe der Fußgängerampel in Höhe Schloss-Einfahrt die Transparente raus. Eine letzte Absprache und ein kleines bisschen Mutmachen – und dann traten fünf der Aktivisten auf die Straße.

Einige Autofahrer hupen

Die erste Reaktion lässt nicht lange auf sich warten. Ein entnervter Autofahrer umkurvt die Sperrung und zwingt die Demonstrierenden, zur Seite zu gehen. Im Vorbeifahren schreit er: „Für so einen Mist habe ich keine Zeit.“ Als weitere wartende Autofahrer anfangen zu hupen, kommt die Absprache, die Sperrung zu unterbrechen. „Wir machen eine Pause und lassen alle durch.“

Die bisherigen Protestaktionen sind ihnen nicht radikal genug: Am Mittwoch sperrten Anhänger von Extinction Rebellion in Gifhorn die Konrad-Adenauer-Straße.

Auch ein VLG-Linienbus wird ausdrücklich vom Zwangsstopp ausgenommen – „wir sind ja nicht gegen die Öffentlichen“. Auch eine Autofahrerin, die sagt, sie habe einen Arzttermin, darf weiterfahren.

Ordnungsamtschefin klärt auf

„Sieben Minuten dürfen wir die Straße sperren, weil das eine Kunstaktion ist. Danach ist es Nötigung“, sagt Charlott Bode. In dem Moment taucht auch schon Ordnungsamts-Chefin Babette Kutrib auf und klärt diese Haltung als Irrtum auf: „Wenn Sie in den Straßenverkehr eingreifen, müssen Sie das vorher anmelden.“ Lässt’s bei der Belehrung und geht ins Rathaus zurück. Ein Wiedersehen ist sehr wahrscheinlich. „Wir werden weitere Aktionen in Gifhorn machen.“

Erst einmal gehen sie am kommenden Freitag mit Fridays for Futurewieder auf die Straße – der weniger radikalen Protestbewegung.

Von Andrea Posselt

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