Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Klassik im Ring: Eine Symbiose von Musik und Box-Kampf
Gifhorn Gifhorn Stadt Klassik im Ring: Eine Symbiose von Musik und Box-Kampf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:57 11.11.2019
Klassik im Ring: Boxen und Musik gingen in Gifhorn eine Symbiose ein. Quelle: Maren Kiesbye
Gifhorn

Fans klassischer Musik kamen voll auf ihre Kosten bei der jüngsten Veranstaltung des Kulturvereins: „Klassik im Ring“ fand im ungewöhnlichen Ambiente in der Gifhorner Johann-Trollmann-Halle (ehemalige Boxmühle) statt. Als Kontrastprogramm zum klassischen Konzert gab es einen Boxkampf und einen Cheerleader-Auftritt.

Herausforderung für die Musikerinnen

Hauptact des Abends war das TrioConBrio mit ihrem Programm „Latin Affairs“. Virtuos und charmant präsentierten Andrea Förderreuther mit akustischer Gitarre, Lydia Bach mit Bratsche und Christina Singer mit Konzertflöte spanische und lateinamerikanische Klänge. Eröffnet wurde das Konzert mit der Ouvertüre aus Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“, auch der „Chanson Bohème“ aus „Carmen“ von Georges Bizet war dabei. Das arabische und das orientalische Thema der „Danses Espanioles“ von Enrique Granados wurden perfekt aufeinander eingestimmt von den drei Instrumenten vorgetragen.

Es wurde geboxt. Und klassisch musiziert. Und getanzt. Klassik im Ring in Gifhorn ist die Symbiose von Sport und Kultur in Reinform.

Stücke von Isaac Albéniz, Chick Corea, Ernesto Nazareth und Astor Piazzolla rundeten das Programm ab. Das klassische Konzert endete mit „Hecho en Califas“, einem von Ray Sandoval eigens für TrioConBrio komponierten Stück. Temperamentvoll führten die drei Musikerinnen ihr Publikum durch ihr schwungvolles Klassik-Programm. Allerdings stellte bereits das Betreten der Bühne eine kleine Herausforderung für die drei Musikerinnen dar: Instrumente-tragenderweise galt es, sich durch die Seile des Boxringes hinein zu winden.

Cheerleader heizen dem Publikum ein

Vor dem Konzert war das Publikum schon kräftig angeheizt worden von den Cheerleader Diamonds des MTV Gamsen. „Wir haben uns total gefreut, als der Kulturverein uns fragte, ob wir bei Klassik im Ring dabei sein wollen“, erzählte Trainerin Jennifer Koch. Neben den „Sweet Diamonds“, Mädchen von vier bis zehn Jahren, und den „Rising Diamonds“ – zehn bis 14 Jahre –, trat erstmals auch die neugegründete Gruppe „Allstars“ auf, die erst seit August trainiert. „Der Auftritt war sehr schön und sehr aufregend, und es war mal etwas ganz anderes für uns in so einem Boxring zu tanzen“, so Koch.

Outing: „Ich bin Box-Fan.“

Während der Konzert-Pause gab es ein weiteres Schmankerl für die zahlreichen Zuschauer: einen Sparringskampf zwischen den jungen Vereinsmitgliedern des Boxclubs, Daniel Döhring und Martin Plett. Beide stammen aus Gifhorn, und in drei Runden zu je zwei Minuten traten die 17- beziehungsweise 18-jährigen Halbschwergewichtler gegeneinander an. Werner Kasimir, Vorsitzender des Boxclubs, und sein Team reichten den Zuschauern Gourmet-Schnittchen zur Stärkung. „Ich bin Box-Fan“, outete sich Britta Scheller, Vorsitzende des Kulturvereins und Mit-Organisatorin von Klassik im Ring. „Dieser Sport ist so elegant.“

Von Maren Kiesbye

Frontalunterricht, quietschende Kreide auf Tafeln, Beamer aufbauen – all das gehört bald an Gifhorner Schulen der Vergangenheit an. An der IGS gibt es schon jetzt keine Kreidetafel mehr, Pilotklassen testen das Lernen per Tablet. Ein Besuch in der Schule 2.0.

11.11.2019

Aussage gegen Aussage: Das Gifhorner Amtsgericht hatte zu klären, ob ein 43-Jähriger im Jahr 2017 seine damalige Lebensgefährtin vergewaltigt hat. Ein seltsamer Brief sprach zuerst gegen ihn.

11.11.2019

Außergewöhnlicher Besuch am Sonntagabend in der Gifhorner Moschee: Bei einem interreligiösen Projekt statteten zahlreiche Christen beider Konfessionen den Muslimen einen Besuch ab.

10.11.2019