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Gifhorn Stadt Kindergärten in Gifhorn: Politik für größere Gruppen und dritte Betreuungskraft
Gifhorn Gifhorn Stadt Kindergärten in Gifhorn: Politik für größere Gruppen und dritte Betreuungskraft
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19:36 28.11.2019
Größere Kita-Gruppen: Die soll es in Gifhorn nur dann geben, wenn zusätzliches Personal für die Betreuung bereitsteht. Quelle: dpa
Gifhorn

Es war eine emotional geführte Debatte und am Ende gab’s eine Mehrheit für einen Antrag von CDU und Grünen: Die Kita-Gruppen in Gifhorn sollen von 23 auf 25 Kinder wachsen – vorausgesetzt es gibt die Möglichkeit der Einstellung einer dritten Kraft pro Gruppe. Ein entsprechender Vorschlag der Ratsmehrheit aus CDU und Grünen fand am Donnerstag im Fachausschuss eine Mehrheit.

78 zusätzliche Plätze sollen geschaffen werden

Angesichts der Tatsache, dass in Gifhorn mehr als 160 Kita- und 67 Krippenplätze fehlen sprach Willy Knerr (CDU) von einer „Notsituation“, die zum Handeln zwinge. „Auch wir wollen den Standard erhalten, doch eine kurzfristige Erhöhung der Gruppenstärke gehen wir mit“, ging Knerr auf die gleichlautende Forderung der Verwaltung ein, um 78 zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen. Voraussetzung sei für CDU und Grüne bei diesem Schritt jedoch, dass es eine dritte Kraft je Gruppe zur Betreuung der Kinder gebe.

Weiterqualifizierung soll helfen

Diese Drittkraft könne man weiterqualifizieren, um sie später an die Gifhorner Kitas zu binden, so der Christdemokrat. Für CDU und Grüne stehe zudem fest, dass eine Überprüfung der Situation jährlich stattfinden müsse – um die Gruppengröße so zeitnah wie möglich wieder auf 23 Kindern zu senken. „Es ist eine Überbrückungs- und keine Dauerlösung“, sprach Knerr von einem „verantwortbaren Weg“.

Lange Debatte über zukünftige Größe

„Wenn wir durch diesen Schritt in ein bis zwei Jahren alle Eltern versorgen können, haben wir viel geschafft“, hatte Fachbereichsleiter Jens Brünig vor der Abstimmung – die Debatte dauerte mehr als eineinhalb Stunden – die Politik aufgefordert, der Erhöhung der Gruppenstärke zuzustimmen. Er ging kurz auf die Neubaugebiete Hohes Feld und Lehmweg ein. Auch dort seien Kitas geplant und könnten zur Entlastung beitragen.

AfD-Antrag abgesetzt

Ein Antrag der AfD, in dem es darum ging, die zusätzlichen Personalkosten von mehr als 800 000 Euro durch eine Grundsteuer-Erhöhung auszugleichen, wurde abgesetzt. Einhelliger Tenor: Dieser Antrag gehöre in den Finanzausschuss. Abgelehnt wurde ein Antrag von ULG/FDP, der der Ausschuss-Mehrheit nicht weit genug ging. Die SPD, die sich in einem ersten Antrag gegen eine Gruppenvergrößerung ausgesprochen hatte, zog zurück – Boris Jülge (SPD) stimmte am Ende der Position von CDU und Grünen zu.

Kritische Töne

Tina Dirksmeyer, Vertreterin der Kindertagesstätten, sah die Sache eher kritisch. Sie zweifelte daran, dass es in absehbarer Zeit gelingen werde, Drittkraft-Personal zu finden.

Von Uwe Stadtlich

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