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Gifhorn Stadt Kirche im Brauhaus stellt sich vor
Gifhorn Gifhorn Stadt Kirche im Brauhaus stellt sich vor
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11:05 28.10.2019
Volles Haus: Hunderte waren beim „Grand Opening“ von Kirche im Brauhaus mit dabei. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Das Projekt sorgt bundesweit für Schlagzeilen, denn es ist nicht nur in der Region einzigartig: Gifhorn hat eine Kirche im Brauhaus. Die Freie Christengemeinde (FCG), die die Traditionsimmobilie gekauft hat, lud am Sonntag zu einem „Grand Opening“ ein und stellte ihr Konzept vor. Gastronomie gehört ab 2020 dazu – mit einem eigenen Kirchenbier.

Den Glauben leben

„Unseren Gottesdienstbesuchern gefällt die Art, wie wir Glauben leben“, so Leitender Pastor Lothar Krauss. Der Stil im Gottesdienst sei eher locker. Davon machten sich Interessierte am Sonntagvormittag beim „Grand Opening“ ein Bild. Damit alle Platz fanden, bot Kraus – wie bereits seit Februar 2018 – gleich zwei identische Gottesdienste hintereinander im neuen Gemeindesaal an. „Es war überwältigend, denn mehr als 1000 Leute waren dabei“, freut sich der Seelsorger.

Mehr Bilder vom Grand-Opening

Mit einem Grand Opening präsentierte am Sonntag die Kirche im Brauhaus ihr Konzept. Die Freie Christengemeinde Gifhorn hatte Gottesdienste, Spielspaß, Musik und einen Festakt vorbereitet. Hunderte waren dabei.

 

Spenden für Kinderprojekte

Danach wurde kräftig gefeiert: mit Livemusik, einer großen Kids-Zone mit Hüpfburg, Kinderschminken, Lego-Spieltisch, Clown Filu sowie Luftballon- und Seifenblasenkünstler, Erlebnisbus, Getränken und Leckereien. Mehr als 1300 Preise gab’s bei einer Tombola zu gewinnen. Vom Erlös – jeweils 1500 Euro – profitieren die Initiativen Kleine Kinder immer satt und Kinder brauchen Zukunft. Die Spendenschecks wurden bei einem Festakt übergeben. Im Beisein von Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich fand die offizielle Schlüsselübergabe statt.

Deshalb passt das Brauhaus zur Kirche

„Wir lieben die Begegnung, wir lieben das Leben – das wollen wir auf vielfältige Art mit den Gifhornerinnen und Gifhornern teilen. Deshalb passt das Brauhaus zu uns“, sieht Krauss keinen Widerspruch darin, dass sich Gottesdienste und Gemeindeleben zukünftig zwischen Eichentheke und Zapfhähnen abspielen. „Es geht darum, Raum für Begegnungen zu schaffen“, so Krauss.

So kam die Kirche ins Brauhaus

Schon vor Monaten hatte die Gemeinde – Kirche und Zentrum waren bisher in der Pyritzer Straße in Gifhorn – zur Eigentümerfamilie Schlifski Kontakt aufgenommen, um den ungewöhnlichen Deal auf den Weg zu bringen. Nachdem die Stadtverwaltung für eine Nutzungserweiterung grünes Licht gegeben hatte, ging die Beurkundung des Kaufvertrags dann Ende Juni über die Bühne. Seit dem 1. Juli gehört das Brauhaus der FCG.

Kirche will das Brauhaus entwickeln

Ganz nach dem Gemeinde-Motto „Wir lieben das Leben“ soll das Brauhaus weiter Brauhaus bleiben. „Die Gemeinde wird die Traditionsimmobilie als Kunst-, Kultur-, Veranstaltungs- und Gemeindezentrum weiterführen und entwickeln“, verspricht Krauss, der mit seinem Team dafür in den vergangenen Wochen schon viel Vorarbeit geleistet hat.

Eigenes Kirchenbier geplant

Ein etwas verkleinerter Gastro-Bereich, ein Veranstaltungssaal mit 300 neuen Stühlen, eine moderne Licht- und Sound-Anlage und eine Außenterrasse, die zum Verweilen einlädt: Krauss und sein Führungsteam haben konkrete Nachnutzungspläne. Auch ein Kinder- und Jugendzentrum – Platz gibt’s in der alten Brauerei – und eine Brasserie sind angedacht. „Die Gastronomie wollen wir im ersten Halbjahr 2020 eröffnen, mit einem Pächter sind wir bereits im Gespräch“, kündigt Krauss sogar ein eigenes „Kirchenbier“ an.

Das ist die Freie Christengemeinde

Die Freie Christengemeinde Gifhorn, die neben Krauss von Pastor Thomas Ruhl und Pastorin Stella Ruhl betreut wird, wurde 1956 in Gifhorn gegründet und zählt zur zweitgrößten evangelischen Freikirche in Deutschland. Sie ist als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) anerkannt und arbeitet in der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) mit.

Von Uwe Stadtlich

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