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Gifhorn Stadt Darum sucht der Maulwurf eine neue Heimat
Gifhorn Gifhorn Stadt Darum sucht der Maulwurf eine neue Heimat
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16:00 11.11.2019
Der Maulwurf Grabowski: Mit diesem Stück begann die Kindertheater-Saison in der Gifhorner Stadthalle. Quelle: Maren Kiesbye
Gifhorn

Die Kindertheater-Saison 2019/20 hat begonnen – zum Auftakt wurde die beliebte Geschichte des Maulwurfs Grabowski für die Allerjüngsten erzählt. Der kleine Saal der Studiobühne war bis auf den letzten Platz voll besetzt, und das Stück erntete viel Gelächter und Applaus vom jungen Publikum.

Schauspieler Peter Wächter vom Hamburger Theater Mär hatte die altbekannte Geschichte aus der Feder von Luis Murschetz als Ein-Personen-Stück im Erzähltheater-Stil inszeniert. Immer in Kontakt mit den gebannten Kindern, erzählte Wächter die Handlung und demonstrierte dabei, wie der Maulwurf mit großen Krallenhänden gräbt und wie er frisst.

Lange, gefährliche Reise

Grabowski lebt auf einer großen, grünen Wiese und fühlt sich dort pudelwohl. Allnächtlich spielt er auf seiner Ukulele „Wie behaglich ist mein Hügel“, gräbt neue Gänge in die Erde und sucht nach Regenwürmern, und tagtäglich ärgert der Bauer sich über die neuen Hügel und macht sie mit seinem Trecker platt. Eines Tages jedoch kommt ein Architekt, vermisst die Wiese und plant den Bau eines großen Hochhauses, in dem 290 Menschen leben sollen. Ab da ist gar nichts mehr gut. Vermessungsstangen durchbohren die Schlafhöhle des Maulwurfes und Bagger machen die gesamte Wiese kaputt. Grabowski kommt nur knapp mit dem Leben davon, singt traurig das Lied „Wo mal meine Wiese war, ist jetzt nur Schutt und Dreck“ und beschließt, sich ein neues Zuhause zu suchen. Nach langer, gefährlicher Reise angekommen, ist das Leben des Maulwurfes wieder gut und die Geschichte zu Ende.

Botschaft kommt bei den Kindern an

Kindgerecht setzte Wächter sein Stück für die kleinen Zuschauer ab vier Jahren um, und besonders der Bauer („Trecker fahr´n, Trecker fahr´n, Trecker fahr´n“) und der Baggerfahrer („Miu Miu Miu“) trafen genau den Humor des jungen Publikums. Die Kinder litten mit dem vertriebenen Maulwurf und legten begeistert Hand an, als es galt, die neu bezogene Wiese Grabowskis aufzubauen.

Mit wenigen Requisiten kam Peter Wächter aus, um die Geschichte zu erzählen: einer Stoff-Wiese, einigen Filzhüten, die Maulwurfshügel darstellten, seiner Ukulele und einem Klappstuhl, mit dem der Bauer Trecker fuhr. Auch die Botschaft der kleinen Geschichte kam an beim jungen Publikum: Wo Menschen die Natur zerstören, um neue Häuser zu bauen, werden kleine, nette Tiere vertrieben und müssen leiden.

Von Maren Kiesbye

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