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Gifhorn Stadt Wenn es brenzlig wird, schlägt jetzt Nina Alarm
Gifhorn Gifhorn Stadt Wenn es brenzlig wird, schlägt jetzt Nina Alarm
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00:24 18.03.2018
Die Bevölkerung vor Katastrophen warnen: Der Landkreis setzt auf eine neue App namens Nina, aber auch auf die bewährte Sirenentechnik.
Die Bevölkerung vor Katastrophen warnen: Der Landkreis setzt auf eine neue App namens Nina, aber auch auf die bewährte Sirenentechnik.  Quelle: Dirk Reitmeister
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Gifhorn

 Wenn es brenzlig wird im Kreis Gifhorn, schlägt künftig auch Nina Alarm. Nina ist die „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“, die sich jeder kostenlos im App-Store (iOS) oder Google-Play-Store (Android) herunter laden kann. „Es können Extremwetterlagen sein, zum Beispiel Hochwasser“, nennt Alexander Hagenbach, Katastrophenschutz-Fachmann des Landkreises, Auslösegründe. Oder eben Unglücksfälle mit Gefahrguttransportern, aber auch Terroranschläge und sogar der Verteidigungsfall. Nina sei nicht geschwätzig, werde nicht im Viertelstundentakt neueste Meldungen „pushen“, sondern nur wirklich Wichtiges vermelden.

Nina soll die Einwohner zu einem bestimmten Verhalten bewegen, etwa sichere Räume aufzusuchen, die Fenster zu schließen. Damit ist sie fürs Smartphone, was die Verkehrsmeldungen im Radio sind. Mit Nina wolle der Landkreis auch Gerüchten in sozialen Medien entgegen treten, sagt Fachbereichsleiter Michael Funke. Nina verbreite „amtliche Meldungen, auf die man sich verlassen kann“.

Der Landkreis will sich bei der Modernisierung des Katastrophenschutzes nicht allein auf eine App verlassen. Nicht jeder habe jederzeit Smartphone oder Tablet zur Hand. Und somit kommt das gute alte Sirenennetz ins Spiel. Der vor allem Älteren vielleicht noch bekannte Bevölkerungswarnton – ein einminütiges Auf und Ab des Sirenentons – erlebt seine Renaissance. Er soll bei bedrohlichen Situationen die Bevölkerung „wecken“ und dazu aufrufen, sich in Radio, Fernsehen oder Internet näher zu informieren, was passiert ist und gemacht werden muss.

Dazu sind regelmäßige Probealarme vorgesehen, um das System in der Bevölkerung zu etablieren. Jeden dritten Samstag im Januar und Juni soll um 12 Uhr der Bevölkerungswarnton bei den 232 Sirenen im Kreis Gifhorn zu hören sein und gleichzeitig die App Nina zur Probe Alarm schlagen.

Von Dirk Reitmeister

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