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Gifhorn Stadt Die Grille wird ein Vierteljahrhundert alt
Gifhorn Gifhorn Stadt Die Grille wird ein Vierteljahrhundert alt
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00:19 03.02.2019
25 Jahre Grille: Marion Friemel, Nadine Gaumert und Dirk Heverhagen (v.r.) blicken auf wilde Zeiten zurück. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Die jetzige Jugend ist nach Ansicht des Grille-Teams Marion Friemel, Nadine Gaumert und Dirk Heverhagen besser als ihr Ruf. Die jungen Leute sind höflich – auch untereinander – sagen akkurat „Guten Tag“, wenn sie ins Haus kommen. „Kein Vergleich zu früher“, sagt Heverhagen. Die ersten Jahre waren eine echt wilde Zeit.

So war es vor 25 Jahren in der Grille

Waschkörbe voll Alkohol, Schlagringen und anderem Unerwünschten hatte die Polizei vor Konzerten eingesammelt. Zwischen Türken und Spätaussiedlern habe es Revierkämpfe gegeben, so Friemel. „Wir standen in der Zeitung wegen Schlägereien.“ Heverhagen: „Damals hatten wir ganz viele Hausverbote ausgesprochen. Wir haben lange gebraucht, bis die Grille ein gewaltfreier Raum war.“

Ist die Grille brav geworden? „Brav hört sich so langweilig an“, winkt Friemel ab. Die Nutzer wüssten, dass es viele Freiheiten, aber auch Regeln gebe. Das mit der Höflichkeit und dem „Guten Tag“ sagen könnten sich nach Ansicht des Grille-Teams auch einige Senioren von den Jugendlichen abschauen.

Grille ist kein reiner Jugendtreff

Die Grille ist kein reiner Jugendtreff. Seit Jahren gibt es Englisch- und Computerkurse sowie die Saitensprung-Konzerte für Senioren. Schwerpunkt war, ist und bleibt allerdings die Jugendarbeit. Inzwischen auch in Kooperation mit der Fritz-Reuter-Realschule, sagt Gaumert. Die Grille bestreite den Ganztagsbetrieb mit – zum Beispiel gibt es Bühnenbau-, Tanz- und Kunst-AGs. Während anderen Jugendtreffs wegen Ganztagsschulen Besucher fernblieben, mache sich die Grille den Trend zu Nutze.

Warum die Grille Grille heißt

Warum heißt die Grille eigentlich Grille? Beim Rohbau seien aus Versehen Grillen eingemauert worden, sagt Marion Friemel. „Das ganze Haus hat abends gezirpt.“ Kurz darauf wurde deshalb in einer Vollversammlung zur Namensgebung beschlossen, das Haus Freizeit- und Bildungszentrum Grille zu nennen.

Marion Friemel ist die Frau der ersten Stunde in der Grille. Sie fing in der Jugendförderung der Stadt Gifhorn an, als der Grundstein des neuen Hauses gelegt wurde. „Nach und nach kamen Honorarkräfte hinzu.“ Unter anderem 1995 Dirk Heverhagen, der jetzt zum hauptberuflichen Stamm gehört. Mit Nadine Gaumert ist das feste Team zu dritt.

Die Grille hat etwa ein Dutzend Honorarkräfte. „Wir hatten mal mehr als 30“, sagt Friemel. Honorarkräfte zu bekommen – zumal solche, die selbstständig arbeiten könnten – werde immer schwieriger. „Da hat sich die Mentalität rapide geändert.“

Der 25. Geburtstag soll groß gefeiert werden. Das Grille-Team hüllt sich zu konkreten Aktionen aber noch in Schweigen. Das soll eine Überraschung werden. Allerdings sind sie – allen voran Nadine Gaumert – mit dem Blättern im Archiv befasst. Sie trägt zusammen, wie viele Ferienfreizeiten und Konzertbesucher es in dem Vierteljahrhundert gegeben hat. Bei den Auslandsfreizeiten weiß sie es schon: 100.

Von Dirk Reitmeister

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