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Gifhorn Stadt Maria bringt Islam und Christentum zusammen
Gifhorn Gifhorn Stadt Maria bringt Islam und Christentum zusammen
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16:07 08.12.2019
Begegnung von Christen und Muslimen: Imam Hasan Al gestaltete den Gottesdienst in der Bernward-Kirche mit. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Muslime und Christen haben im Glauben viele Gemeinsamkeiten. Bei drei interreligiösen Begegnungen standen in Gifhorn das Aufeinanderzugehen und das gegenseitige Verständnis füreinander im Mittelpunkt. Den Projektabschluss bildete eine Gottesdienstveranstaltung am Samstagabend in der katholischen Bernward-Kirche.

Kunst und Glauben

Die Idee zu den Treffen, die unter dem Motto „Was für ein Vertrauen“ standen, entwickelte sich durch Bilder der Künstlerin Natascha Engst-Wrede aus Wittingen und dem Künstler Adel Swelim. Die Wittingerin und der in Ägypten geborene Gifhorner setzen sich in Kunstwerken mit Abraham (Ibrahim), Noah (Nuh) und Maria (Maryam) auseinander. Dabei zeigten die christliche Malerin und der muslimische Künstler auf, dass diese drei Personen sowohl in der Bibel als auch im Koran eine Bedeutung haben.

In einer Projektreihe gingen Muslime und Christen in Gifhorn aufeinander zu. Die Abschlussveranstaltung fand am Freitag in der Bernward-Kirche statt. Auch ein Musikprogramm wurde geboten.

Lob für das Projekt

„Es war ein tolles Projekt, die Resonanz war gut“, freute sich Superintendentin Sylvia Pfannschmidt gemeinsam mit Altfrid-Pastoralreferent Martin Wrasmann. Ob es eine Wiederholung geben werde, stünde jedoch noch nicht fest, so Pfannschmidt. Im Gottesdienst wandte sich auch Imam Hasan Al an die mehr als 100 Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung. Yunus Aydemir, Vorsitzender der Gifhorner DITIB-Gemeinde, fungierte als Übersetzer. Maria sei die einzige Frau, die namentlich im Koran erwähnt werde, so der Imam. Der Name Maria habe auch im Islam eine große Bedeutung, ging Hasan Al auf Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen ein.

Maria steht für biblische Tradition

„Der Name Maria steht für biblische Tradition – sowohl im Koran als auch im Alten Testament“, führte Martin Wrasmann aus. Maria sei für die Menschen Urbild und Vorbild. Man habe gemeinsame Wurzeln. Mit der Veranstaltungsreihe sei es gelungen, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Wir sind auf dem Weg der Annäherung“, stellte Wrasmann fest.

Miteinander wird durch Musik deutlich

Das Miteinander wurde auch in der Musik deutlich: Das Ensemble Ibtahidsch aus Celle, das sich aus Geflüchteten mit muslimischem und christlichen Hintergrund zusammensetzt, begleitet die Veranstaltung. Viele der Laienmusiker kamen 2015 aus Syrien in die Region. Gegründet wurde das Ensemble 2015 durch die Chorleiterin und Arabistin Dr. Claudia Ott. Träger ist der Celler Kirchenkreis.

Sicherer Hafen geplant

Vor der Kirchentür hatte Thomas Bollmann von der Aktion Shame ein großes Foto aufgestellt, das Flüchtlingsschiffe im Einsatz zeigt. Bollmann machte sich noch einmal für das Projekt „Sicherer Hafen“ stark – in wenigen Tagen entscheidet der Gifhorner Kreistag.

Von Uwe Stadtlich

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