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Gifhorn Stadt In unserer Region sind wieder Wölfe heimisch
Gifhorn Gifhorn Stadt In unserer Region sind wieder Wölfe heimisch
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06:02 26.06.2019
Familie Reinwardt sah den Wolf zwischen Groß Ilsede und Gadenstedt. Quelle: privat
Peine/Wolfsburg/Gifhorn

Ursprünglich zählte der Wolf weltweit zu den am weitesten verbreiteten Säugetieren und kam auch in ganz Europa flächendeckend vor. Wegen starker Konflikte zwischen Mensch und Wolf wurden die Bestände jedoch stark dezimiert. Um 1850 gab es in Deutschland nahezu keine Wölfe. Einzelne einwandernde Wölfe wurden erlegt.

Streng geschützte Art

Seit 1980 gilt der Wolf in Deutschland als streng geschützte Art, seit der Wiedervereinigung 1990 ist das auch in Ostdeutschland so. Damit setzt Deutschland laut Bundesumweltministerium internationale und europäische Verpflichtungen um. Das blieb nicht ohne Folgen: 1998 hat sich das erste Wolfspaar in Sachsen angesiedelt, die ersten Welpen gab es dort nachweisbar zwei Jahre später.

Als Wolfsländer haben sich mittlerweile sechs Bundesländer etabliert, und zwar Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen. Die meisten Tiere leben in Sachsen und Brandenburg.

Zahl nimmt zu

Auch in Niedersachsen und in unserer Region sind Wölfe heimisch geworden, und ihre Zahl nimmt zu. Das geht aus dem aktuelle Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft hervor, bei dem die Wolfssichtungen erfasst werden. Nachgewiesen sind Wölfe im Nordkreis Gifhorn sowie bei Meinersen und Meine, im Drömling bei Wolfsburg, im Raum Peine und Lehrte/Burgdorf.

Aber auch in der lokalen Berichterstattung findet sich der Trend wieder: So war in der jüngeren Vergangenheit in allen Zeitungen in der Region mehrfach über Sichtungen und leider auch Risse, für die nachweislich Wölfe verantwortlich waren, zu lesen.

Riss in Velstove

Beispiele: Im Februar tötete in Velstove (Wolfsburg) ein Wolf vier Schafe. Auffällig viele gerissene Tiere gibt es derzeit im Landkreis Gifhorn. Dort steht allerdings nicht einwandfrei fest, ob ein Wolf damit zu tun hat. Im Peiner Land entdeckte im Mai ein Junge einen toten Wolf in einem Wald. Kurz zuvor war bei Gadenstedt ein Wolf gesichtet und auch fotografiert worden.

Zudem gab es bereits an vielen Orten Autounfälle, in die Wölfe verwickelt waren – und auch auf Bahnstrecken kamen welche buchstäblich unter die Räder.

Die Zahl der nachgewiesenen Wolfsterritorien wächst in Deutschland jährlich um rund 32 Prozent. Sie wird weiter stark ansteigen, bis in mehreren Gebieten die Lebensraumkapazität erreicht ist und nicht mehr genügend Nahrung zur Verfügung steht. Experten gehen davon aus, dass sie sich dann auf einem bestimmten Niveau einpendeln wird.

Von Kerstin Wosnitza

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