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Gifhorn Stadt Aha-Erlebnisse beim Berufsweg-Parcours
Gifhorn Gifhorn Stadt Aha-Erlebnisse beim Berufsweg-Parcours
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15:05 19.09.2019
Berufsweg-Parcours: Auch die Polizei präsentierte sich am Donnerstag in der IGS als potentieller Arbeitgeber. Quelle: Torben Niehs
Gifhorn

Gut 200 IGS-Schüler des 10. und 11. Jahrgangs absolvierten am Donnerstag einen „Berufsweg-Parcours“, bei dem sich Firmen und Berufszweige präsentierten. Das Konzept der Veranstaltung sorgte bei einigen oder einigen mehr für Aha-Erlebnisse.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so interessant sein könnte im Hotel zu arbeiten“, meinte beispielsweise Maja Kaschner (15) aus der 10a. Sie wusste schon vorher, dass sie beruflich „etwas mit Menschen“ machen wolle – jetzt weiß sie, dass das ja auch in der Hotelbranche der Fall ist: „Das ist nicht nur kellnern.“ Und man könne unter Umständen auch viel reisen in dem Job, meint Maja, die aufgrund ihres persönlichen Erlebnisses „positiv überrascht“ war vom Berufsweg-Parsours.

„Blick über den Tellerrand hinaus“

Der entscheidende Unterschied beispielsweise zu Ausbildungsplatzbörsen sei die Tatsache, dass beim Parcours die Schüler verbindliche und feste Anlaufstellen haben, die sie sich vorher aber nicht ausgesucht haben: „Dadurch gibt es öfter mal einen Blick über den Tellerrand hinaus“, meint Susanne Schmieta-Rautmann von der Firma Up Consulting, die den Berufsweg-Parcours für die IGS organisierte.

Wenn es den sanften Zwang nicht gäbe, wären, wie auf Azubi-Messen sonst auch üblich, „die Stände von Polizei und Bundeswehr überlaufen“, während nicht so polarisierende Branchen außerhalb des Mainstream unbeachtet blieben, meint Schmieta-Rautmann. Auch schade für jene, die den passenden Beruf für sich noch suchen. „Es geht für die Teilnehmer auch darum, zu erkennen, welche Vorurteile sie gegenüber bestimmten Berufen haben.“

Ein paar Eindrücke

Das war keine bloße Theorie: Beim Berufswege-Parcours an der IGS lud Dachdecker-Lehrlingswart Jürgen Schacht die Schüler ein, ihn aufs Dach der IGS-Turnhalle zu begleiten. Und auch sonst gab es manches Aha-Erlebnis.

Die Kosten für die Veranstaltung tragen die vertretenen Firmen und Berufsfachschulen. Das waren insgesamt 16 an der Zahl. Unter anderem Möbel Wallach aus Celle, Fielmann, Marriot Wolfsburg, das Katasteramt Helmstedt, die Polizei Gifhorn, die Altenpflegeschule der Diakonie Wolfsburg oder die Dachdeckerinnung Gifhorn. Dessen Lehrlingswart Jürgen Schacht machte seinen Beruf besonders „begreifbar“: Er ging mit den Schülern, aufs Dach der IGS-Turnhalle, das gerade von Kollegen saniert wird.

Begleitende App

Der Erfolg solcher Einsätze zur Gewinnung von Nachwuchs sei „nicht messbar“, meint Schacht, dessen Branche ebenso wie das Handwerk allgemein in diesem Bereich echte Schwierigkeiten hat: „Deshalb muss man einfach am Ball bleiben.“ Angetan waren die Anbieter auch von der begleitenden App, die Schmieta-Rautmann 14 Tage vorher den Schülern präsentierte. Letztere legten dort ein Bewerberprofil an, das für vertretene Firmen für spätere Kontakte von den Schülern freigeschaltet werden konnte.

Feedback für Aussteller

Außerdem konnten sie mittels der App am Veranstaltungstag nach den verbindlichen Rundgängen Speed-Dates mit Job-Anbietern blocken, deren Stände sie nicht besucht hatten. Auch eine Like-Bewertung der einzelnen Präsentationen – als Feedback für die Aussteller – ist über die App möglich. Auch Dorothea Thimm, IGS-Lehrerin und Beauftragte für berufliche Orientierung, war angetan vom ersten Berufsweg-Parcours an ihrer Schule: „Von mir aus gerne nächstes Jahr wieder.“

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Von Jörg Rohlfs

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