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Gifhorn Stadt Polizei befreit Hund aus heißem Auto
Gifhorn Gifhorn Stadt Polizei befreit Hund aus heißem Auto
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00:22 27.06.2019
Rettung aus höchster Not: Polizeikommissarin Tatjana Fichtler und ihr Kollege Jan-Philipp Endter befreiten einen Labrador aus einem in der prallen Sonne geparkten Auto. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Ein betagter Lada Kombi steht auf dem Behindertenparkplatz vor der Buchhandlung Dänzer. Hinten fehlt das Kennzeichen, auf der Rückbank hechelt ein Labrador. Die Scheibe der linken Hintertür ist wenige Zentimeter geöffnet. Eine aufmerksame Passantin alarmiert die Polizei.

Die beiden Polizeikommissare Jan-Philipp Endter und Tatjana Fichtler sind gleich vor Ort. Sie gehen um das Auto herum, fragen Passanten, ob sie die Halter kennen oder gesehen haben, wer den Wagen verlassen hat. Parallel geben sie an die Kollegen in der Wache das Kennzeichen zur Halterabfrage durch.

Fichtler gelingt es, die Scheibe noch ein paar Millimeter herunter zu drücken, ins Auto zu greifen und die Tür von innen zu öffnen. Schwanz wedelnd begrüßt der Labrador seine Retter. Eine Mitarbeiterin und ein Passant stellen Behälter mit Wasser auf den Fußweg.

Polizei muss Auto diesmal nicht beschädigen

Diesmal läuft es ohne eingeschlagene Scheibe ab. Das war vor einigen Jahren schonmal an gleicher Stelle anders, als Kollegen eine Heckscheibe eingeschlagen hatten. „Da geht Tierschutz vor“, sagt Endter. „Da muss man auch Sachschaden in Kauf nehmen.“

Auf die Halter diesmal kommen mindestens eine deutliche Belehrungs-Ansprache der Polizei zu. Und ein Hinweis an das zuständige Veterinäramt, kündigt Endter an. „Ob die Herrschaften geeignet sind, ein Tier zu halten.“

Tierschutzverein appelliert an Vernunft

Gabriele Asseburg-Schwalki vom Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung kann nur den Kopf schütteln. „Sofort Polizei oder Feuerwehr rufen“, ruft sie aufmerksame Menschen auf, die einen Hund in einem geparkten Auto sehen. „Es muss sofort gehandelt werden.“ Nach einer halben bis dreiviertel Stunde drohe ernsthafte Lebensgefahr für das Tier.

„Die Leute müssten eine Strafe bekommen“, ärgert sie sich über die Verantwortungslosigkeit gedankenloser Tierhalter. Bei so hohen Temperaturen sollte man seine Haustiere lieber gleich in der Wohnung lassen.

Bei der Polizei gibt es Leckerli

Endter und Fichtler nehmen den Labrador erstmal mit auf die Wache. „Da haben wir Leckerli.“ Dagegen sträubt sich der Hund jedenfalls nicht. Am Auto hinterlassen die Beamten einen Zettel. Kurz darauf sind die Uelzener auch auf der Wache. „Sie wollten nur kurz etwas erledigen“, gibt Polizeisprecherin Manuela Hahne deren Einlassung wieder. „Die Zeitspanne war wirklich nicht lang. Aber das weiß man vorher ja nicht.“

Von Dirk Reitmeister

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