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Gifhorn Stadt Neue Begleiter ermöglichen würdevolles Sterben
Gifhorn Gifhorn Stadt Neue Begleiter ermöglichen würdevolles Sterben
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18:10 25.06.2019
Zertifikatsübergabe: Die Hospizarbeit hat acht neue ehrenamtliche Begleiter. Quelle: Lea Rebuschat
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Gifhorn

Sie werden von den Koordinatorinnen schon sehnsüchtig erwartet: Acht neue ehrenamtliche Begleiter in der Hospizarbeit bekamen jetzt nach dem einjährigen Schulungskursus ihre Zertifikate und werden künftig in der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen eingesetzt. „Sie bereichern unser Team durch Ihren persönlichen Einsatz“, empfing Ingrid Pahlmann, Vorsitzende der Hospizarbeit Gifhorn, die „Neuen“ und ermutigte sie eindringlich: „Achten Sie auf sich selbst.“

Dank und Anerkennung für die neuen Begleiter

Während der Schulung sei den Teilnehmern sicher einiges schwer gefallen, „vielleicht haben Sie auch viel über sich selbst erfahren“, so Pahlmann. Für die Bereitschaft, dem würdevollen Sterben mitten im Leben einen gebührenden Raum zu geben, dankte sie und wünschte „Ausdauer und Freude“.

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Matthias Wittkämper, Pastor an St. Nicolai, äußerte Respekt, denn „es geht um nichts Geringeres als um die Bewältigung einer humanitären Herausforderung – dem Tod“. In einer Zeit, in der technische und ökonomische Aspekte Entscheidungen über Leben und Tod beeinflussten, „halten Sie die Frage nach Leben und Tod wach“.

Bewegende Situationen im Hospiz-Alltag

Wittkämper, der in seiner vorherigen Gemeinde in Munster die Hospizarbeit mit initiiert hatte, berichtete von bewegenden Situationen – von einem sterbenden Kapitän, der noch einmal das Meer sehen wollte, und einem jungen Mädchen, das sich dank des Besuchs eines Pferdes im Sterbezimmer mit dem Sterben versöhnen konnte. „Solche spektakulären Interventionen sind eher selten“, so Wittkämper, der zum Schluss die These äußerte: „Der Tod ist die Regel, die das Spiel des Lebens nicht außer Kraft setzt, sondern es überhaupt erst ermöglicht.“

Für einen festlichen Rahmen sorgte Eun-Hye Lee: Die Organistin der Paulus-Gemeinde spielte mehrere Klavierstücke. Ihre Zertifikate ausgehändigt bekamen Imke Drangmeister, Jutta Gevecke, Liane Krusekopf, Dorothea Popiolek, Wolfgang Stein, Birgit Wenderoth-Kitzmann, Johanna Will und Kathrin Zeinert.

Von Christina Rudert