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Gifhorn Stadt Hohe See und große Sehnsucht: So schön war das Gifhorner Shanty-Festival
Gifhorn Gifhorn Stadt Hohe See und große Sehnsucht: So schön war das Gifhorner Shanty-Festival
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18:37 19.01.2020
Kernige Atmosphäre: Das Shanty Festival des Gifhorner Shanty Chores sorgte für einen ausverkauften Event-Saal in der Stadthalle. Quelle: Ron Niebuhr
Gifhorn

Lieder über die tobende See, übers Fern sein von der Heimat, über Liebe und Sehnsucht erklangen am Sonntag in Gifhorns Stadthalle. Die ist zwar weit weg von der Küste und dem Meer, nichtsdestotrotz gelang es dem Gifhorner Shanty Chor und dem Shanty Chor Celle im Nu den ausverkauften Event-Saal der Stadthalle mit maritimem Flair zu füllen.

Ein herzlicher Empfang

„Vielen Dank für den herzlichen Empfang“, quittierte Manfred Torka, Vorsitzender des Gifhorner Shanty Chores, den schon zum Einmarsch der beiden Chöre kräftigen Beifall des Publikums. Man sei „erstmals seit langer Zeit wieder in der Stadthalle“, sagte er. Die Atmosphäre dort sei kaum zu toppen. Das gewöhnlich alle zwei Jahre steigende Shanty Festival in den Januar zu verlegen, sei schon ein gewisses Wagnis gewesen, meinte Torka. Die gewaltige Resonanz allerdings zeige, dass jegliche Sorge, man könnte nicht genug Zuhörer anlocken, unbegründet war. „Das so viele Besucher hier sind, freut uns riesig“, sagte er.

Gifhorner suchen 16 Titel aus

Gifhorns Shanty Chor hatte seit Oktober speziell fürs Festival geprobt. Aus dem gut 60 Lieder umfassenden Repertoire hatte Chorleiter Anatoll Krug 16 heraus gepickt, die man dem Publikum gestern dreistimmig und begleitet von Gitarre, E-Piano und Akkordeon präsentierte. Darunter deutsche Klassiker wie „Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise“ und „Der Junge von St. Pauli“, zudem englische Titel wie „Rolling Home“ und „Sailing“. Oder auch Dieter Hesses famoses Solo „Windjammer“. Mit Krug haben die aktuell 42 Gifhorner Freunde kerniger Seemannslieder übrigens einen Top-Chorleiter gefunden, denn „er ist ein waschechter Hamburger Jung“, verriet Horst-Werner Böbe im AZ-Gespräch.

Mitsingende stets erwünscht

Der Vizevorsitzende wies darauf hin, dass im Shanty Chor neue Sänger - und auch Sängerinnen - immer gern gesehen sind. Dass Frauen mitsingen, kennt man entlang der Nord- und Ostseeküste nicht. „Da sind Shanty Chöre reine Männersache“, erzählte Böbe. Die Gifhorner allerdings fassten vor einiger Zeit den Mehrheitsbeschluss, auch Frauen als aktive Mitglieder aufzunehmen. Man müsse nur aufpassen, dass sie nicht überhand nehmen, sonst laufe man Gefahr, den für Shanty Chöre typischen und vom Publikum so sehr geschätzten kernig-rauen Klang zu verlieren. „Aber das Risiko besteht bei uns dank unseres erfahrenen Chorleiters Anatoll Krug nicht“, versicherte Böbe.

Im Wechsel mit Celler Chor

Die Gifhorner Gastgeber gestalteten den Auftakt des Festivals, ehe der Shanty Chor Celle unter Leitung von Dr. Joachim Matzel sie nach gut einer halben Stunde ablöste. Nach einer 30-minütigen Pause ging es im dritten Block weiter mit Liedern der Celler, dann waren noch einmal die Gifhorner dran.

Nach fast drei Stunden schmetterten beide Chöre - zusammen mehr als 70 Sängerinnen und Sänger - im großen Finale ihre Lieder von der mit Segeln, Wimpeln, Tauen, Steuerrad und Rettungsringen sehr stimmungsvoll dekorierten Bühne. Spätestens da unterschrieb wohl jeder Zuhörer, dass es rundum gelungen war, mit dem von Thomas Nalbach moderierten Shanty Festival den beabsichtigten musikalischen Gegenpol zu setzen zur dunklen Jahreszeit und ihrem nasskalten Wetter.

Von Ron Niebuhr

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