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Gifhorn Stadt Hilfe für Kaninchen und Meerschweinchen
Gifhorn Gifhorn Stadt Hilfe für Kaninchen und Meerschweinchen
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09:37 24.04.2019
Sommergast: Purzel macht bei Monika Schirmeisen Urlaub.
Sommergast: Purzel macht bei Monika Schirmeisen Urlaub. Quelle: Christina Rudert
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Ehra

Purzel schmiegt sich an Monika Schirmeisen. „Das ist eins von meinen Flaschenkindern“, sagt die 27-Jährige, die das Kaninchen anfangs sogar zur Arbeit mitgenommen hat, um ihm alle zwei Stunden die Flasche zu geben. Jetzt macht der ausgewachsene Purzel Urlaub in Ehra, wo Monika Schirmeisen eine Außenstelle des Wilscher SOS-Nagerdorfs aufbaut.

Fünf Meerschweinchen und zehn Kaninchen tummeln sich zurzeit in den großen Käfigen oder davor. Fiona mit den Schlappohren gräbt gerade einen Gang, die Meerschweinchen spielen Tauziehen mit einem Salatblatt, zwei Zwergkaninchen hoppeln durch ihr Feilauf-Gehege - sie sind wegen Parasitenbefalls in Quarantäne. Da, wo sie herkommen, wurden die Ställe nicht geputzt.

Alle Vierbeiner kommen aus Familien, die sich nicht mehr um das Tier kümmern wollten oder konnten. Wegen einer Allergie, aus beruflichen Gründen, weil die Kinder das Interesse verloren hatten. Gerade hat eine Tierschützerin 15 Deutsche Riesen frei gekauft, die auf einem Reiterhof in winzig kleine Boxen gepfercht waren. Zwei von ihnen sind trächtig.

Auf Dauer bleiben soll keiner, Monika Schirmeisen sucht für jeden ein neues Zuhause. „Die Jungtiere und die kleinen Kaninchen sind meistens nach zwei Wochen vermittelt. Je größer ein Tier ist, desto länger bleibt es hier.“

Schirmeisen fungiert schon länger als Pflegestelle für das SOS-Nagerdorf in Wilsche, im April hat sie angefangen, eine Außenstelle aufzubauen. „Wer hier aus der Ecke kommt, dem ist vielleicht der Weg nach Wilsche zu weit“, erklärt sie. Eine Menge Idealismus steckt hinter dem Projekt. „Finanziert wird das weitgehend aus der eigenen Tasche“, sagt die Ehranerin. Ihr Plan: eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin absolvieren und eine eigene Praxis eröffnen. „Das hilft nicht nur im Umgang mit den Pflegetieren, sondern bringt auch Geld rein“, hofft die Tierfreundin.

tru