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Gifhorn Stadt Hilfe für 600 Waisen in Kenia
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23:00 04.01.2013
Hilft in Kenia: Dr. Jörg Bischoff war inzwischen schon zum vierten Mal in dem afrikanischen Land. Quelle: Peter Chavier
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Damit nicht genug: Er kümmert sich vor Ort auch noch um Waisenkinder.

Der Verein Dentists for Africa, dem Dr. Bischoff angehört, unterstützt in dem Ort Nyabondo rund 600 Waisenkinder, darunter 30, die HIV-positiv sind. „Sie stehen auf Grund ihrer Erkrankung auf der untersten sozialen Stufe“, erklärt der Triangeler Arzt.

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Nyabondo ist ein ländliches Gebiet in der Nähe von Kisumu am Viktoriasee. „Es ist ein Ort in den Bergen“, so Dr. Bischoff. Dort gibt es ein Waisenhaus, das von Franziskaner-Nonnen geleitet wird. Besonderheit dabei: Eine der Nonnen hat selbst 15 Waisenkinder aufgenommen. Schwester Gracia, so der Name der Nonne, habe zunächst, als ihr Bruder starb, dessen beide Kinder aufgenommen, erzählt Jörg Bischoff. „Und der hatte zudem bereits zwei weitere Waisenkinder.“ Nach seiner Arbeit als Zahnarzt verbrachte Dr. Bischoff viel Zeit mit den 15 Waisenkindern. „Wir haben Fußball gespielt und Karateübungen gemacht.“ Höhepunkt: der Besuch eines Freibades in einem Hotel. „Viele der Kinder waren noch nie in ihrem Leben wirklich baden.“

Von den 600 Kinder haben 200 noch keine Pateneltern. „Die werden vom Verein betreut“, weiß Dr. Bischoff. Jedes Kind bekommt das Schulgeld, die Schuluniform und die notwendigen Schulbücher. Es werde nach der Schulzeit versucht, einige der Kinder zu so genannten Oral Health Workern (Dentisten) auszubilden. Andere sollen lernen, die technischen Geräte der Zahnärzte zu pflegen. Denn nahe der Stadt Eldoret haben die Franziskaner-Nonnen von Asumbi in Zusammenarbeit mit Dentists for Africa eine neue Zahnarztpraxis eröffnet.

„Unser Motto ist Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Dr. Jörg Bischoff. „Irgendwann sollen die Kenianer selbst die Zähne ihrer Leute behandeln“, meint der Triangeler Zahnarzt. Deshalb werden Schulbesuch und Ausbildung der Kinder vom Verein Dentists for Africa unterstützt. „Für Paten entstehen Kosten in Höhe von jährlich 360 Euro je Kind“, erläutert Dr. Bischoff.

Er und seine Frau Annett haben seit 2008 eine Patenschaft für einen kenianischen Jungen übernommen. „Frederick ist inzwischen 17 und steht vor dem Ende seiner Schulzeit.“

Wer Interesse an einer Patenschaft hat oder weitere Informationen über Dentists for Africa haben möchte, kann sich an Dr. Jörg Bischoff, Tel. 05371-96920, wenden oder im Internet auf www.zahnarzthilfe-kenya.de nachlesen.

cha

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