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Gifhorn Stadt Warum Gifhorn nicht auf Herzsport verzichten muss
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09:00 17.08.2019
Herzsportgruppe: Nachdem die KVHS ihr Angebot eingestellt hat, springt der MTV Gifhorn ein. Quelle: Katja Eggers Archiv
Gifhorn

Der MTV Gifhorn steigt beim Herzsport ein und bietet ab 22. August eigene Gruppen an. Anlass war der Rückzug der Kreisvolkshochschule Gifhorn aus diesem Bereich. MTV-Abteilungsleiter Dr. Ulrich Prang: „Ansonsten gäbe es in Gifhorn keinen Herzsport mehr.“ Der sei aber wichtig für die Betroffenen.

Neues Angebot beim MTV Gifhorn: Dr. Ulrich Prang vom Gesundheitssport sieht Herzsport als sehr wichtig für die Betroffenen an. Quelle: Lea Rebuschat

Anfang Juli wurde der Rückzug der KVHS bekannt, so Prang zur Vorgeschichte. „Wir waren auch vorher schon am überlegen, dass Herzsport eigentlich in die Sportvereine gehört.“ Nachdem Herzkranke in der MTV-Geschäftsstelle nach Alternativen zum beendeten KVHS-Angebot gefragt hätten, „haben wir nicht lange überlegt“. Doch ein eigenes Angebot stellt ein Verein nicht mal eben so auf die Beine – zumal wenn der Übergang möglichst schnell passieren soll, damit die Betroffenen am Ball bleiben können.

Auf das Personal kommt es an

„Die Besonderheit beim Herzsport ist, dass man qualifizierte Übungsleiter und einen Arzt vor Ort braucht, der anwesend sein muss“, sagt Prang. „Der Hintergrund ist klar: Es können immer Zwischenfälle auftreten.“ Immerhin zählen zu der Zielgruppe Menschen nach Herzinfarkt-, Bypass-, Herzschrittmacher- oder Herzklappenoperation. Der anwesende Arzt nehme den Teilnehmern Ängste und Hemmungen, Sport zu treiben.

Beim Personal hat der MTV bereits einen Haken dran. Er hat zwei Übungsleiter und einen Arzt an der Hand. Die Zertifizierung sei auch in Arbeit, sagt Prang. Zurzeit fragt der Verein das Interesse ab, zwei Infoveranstaltungen sind dazu schon gelaufen. Das Potenzial sieht Prang bei 30 Teilnehmern. Zwei Gruppen sollen starten – bei Bedarf mehr –, Termin (Start am 22. August) und Ort (Turnhalle BBS II) stehen auch schon fest.

Auch Nichtmitglieder können mitmachen

„Wir rechnen direkt mit den Krankenkassen ab“, sagt Prang. Deshalb können auch Nichtmitglieder mitmachen, die nach Abschluss ihrer verordneten Termine gern eintreten und freiwillig weiter machen können. Bei anderen Angeboten wie Lungensport handhabt der MTV das schon so. „Ich bin selbst gespannt wie es läuft“, sagt Prang. „Wir wissen, dass es eine gewisse Gratwanderung ist.“ Denn Material und Personal wollen bezahlt sein.

Herzsportgruppe wirkt wie eine Selbsthilfegruppe

Herzsport im Anschluss an Klinik- und Rehaaufenthalt sei für die Betroffenen wichtig, sagt Prang, was ihn antreibt, das Angebot bei allem Aufwand auf die Beine zu stellen. „Wir versuchen damit, die Folgen der Erkrankung zu mildern.“ Nicht allein mit Bewegung. Ähnlich wie in Selbsthilfegruppen gebe es Erfahrungsaustausch und auch Beratung etwa zu Risikofaktoren und zur Bewältigung. Denn Infarkt und Co. seien wegen ihrer Gefährlichkeit durchaus ein traumatisches Erlebnis, das verarbeitet werden will.

Von Dirk Reitmeister

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