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Gifhorn Stadt So schön war das 19. Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps
Gifhorn Gifhorn Stadt So schön war das 19. Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps
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19:39 06.11.2019
Große Gefühle: Das Heeresmusikkorps Hannover begeisterte beim 19. Benefizkonzert für die AZ-Aktion Helfen vor Ort. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Ein bisschen Operette, ein bisschen Filmmusik, ein bisschen Musical – und klassische Militärmusik: Das Programm, das das Heeresmusikkorps Hannover unter Leitung von Oberstleutnant Martin Wehn beim 19. Benefizkonzert der Aller-Zeitung zugunsten der AZ-Aktion Helfen vor Ort zusammengestellt hatte, hatte einen ausgesprochen emotionalen Touch.

Vom dramatischen Brausen eines Sturmes über die beschwingt dahin galoppierende Kavallerie bis hin zur sehnsuchtsvollen Romantik einer unerwiderten Liebe war alles dabei. Sehr zur Freude des Publikums, das das Heeresmusikkorps mit herzlichem Applaus begrüßte. „Das Publikum ist sichtlich guter Laune“, stellte AZ-Vermarktungsleiter Florian Schernich, 2. Vorsitzender des Vereins Helfen vor Ort, in seiner Begrüßung fest.

Tolle Musik, tolles Publikum, toller Abend: Ein paar Impressionen vom begeisternden Benefizkonzert für Helfen vor Ort mit dem Heeresmusikkorps Hannover.

Dafür gibt’s Fußgetrampel

Kein Wunder, kamen die Musiker aus Hannover doch schon zum neunten Mal nach Gifhorn, um die AZ-Aktion zu unterstützen und das Publikum zu begeistern. Und so ließ sich Wehn zum Schluss auch nicht lange bitten und setzte dem Konzert mit dem Radetzky-Marsch, dem Niedersachsenlied und der Nationalhymne als Zugaben die Krone auf. Dafür gab’s erst Getrampel und dann stehende Ovationen in der bis auf den letzten Platz besetzten Stadthalle.

Ein Höhepunkt des Abends

Für einen weiteren Höhepunkt des Abends sorgte der Tenor Stabsfeldwebel Thorsten Sturmhöfel. Mit „Feeling Good“ nach der Coverversion von Michael Bublé riss er die Gifhorner aus den Sesseln: „Lange genug gesessen – alles aufstehen!“ Mit beeindruckender Stimme und Entertainer-Qualitäten jazzte er den Saal. „Da braucht doch keiner mehr das Original“, kommentierte Wehn schmunzelnd. Ganz anders, aber nicht minder beeindruckend „A Longford Legend“ von dem 1954 geborenen Komponisten Robert Sheldon. Den drei Sätzen des Stückes sind Gedichte zugeordnet, zur Seefahrt, zu einer unerfüllten Liebe und zum Leben eines irischen Bauern, der vom Teufel Besuch bekommt. „Der verschwindet aber wieder, als er feststellt, dass das Leben des Bauern auch so schon hart genug ist“, informierte Wehn. Mit beeindruckender Ausdrucksstärke intonierte das Heeresmusikkorps die unterschiedlichen Stimmungen der drei Sätze, nahezu lautmalerisch erschuf es die passenden Bilder zu den Inhalten.

Die Klassiker der Militärmusik

Der Komponist Franz von Suppé – „ein Meister der Operette“, so Wehn – steuerte die Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“ zum Abendprogramm bei, und das Heeresmusikkorps ließ die Pferde galoppieren, gab aber auch die zarten, melancholischen Momente dieser Ouvertüre bravourös wieder. Dafür gab es großen Applaus, ebenso für den Victoria-Marsch. Wehn, der die Stücke jeweils kurz vorstellte und einordnete, informierte: „Dieser Marsch von Emil Neumann ist eine wahre Perle der Militärmusik.“ Bei einem Marschwettbewerb des Verlags Bote & Bock hatte Neumann damit den ersten Preis geholt. „Den Namen bekam dieser Marsch, weil Kronprinz Friedrich-Wilhelm in diesem Jahr die englische Prinzessin Victoria heiratete.“ Und ein weiterer viel beklatschter Marsch war „Unter dem Doppeladler“ von Josef Franz Wagner, mit dem Wehn das Konzert eigentlich für beendet erklärte.

Und deshalb gibt’s drei Zugaben

Als allerdings Nina Siebert, Vorsitzende des Vereins Helfen vor Ort, sich bei den diversen Akteuren des Abends bedankte und dann mitteilte: „Jetzt kommt noch das letzte Stück“, hatte Wehn keine Chance mehr. Drei Zugaben erklatschten sich die begeisterten Gifhorner.

Darum geht’s Helfen vor Ort

„Das Heeresmusikkorps Hannover ist zum achten Mal in Folge in Gifhorn, um unseren Verein zu unterstützen – und das mit sensationellem Erfolg: Wir sind komplett ausverkauft!“, freute sich Florian Schernich. Der AZ-Marketing-Leiter und Vize-Vorsitzende des Vereins Helfen vor Ort stellte die Initiative zu Beginn des Benefizkonzerts kurz vor. Mit ihr unterstützt die Aller-Zeitung seit 1983 vor allem Senioren und Familien mit Kindern in Stadt und Landkreis Gifhorn, die finanziell nicht so gut gestellt sind.

Ein Dank für ein geschenktes Lächeln

Helfen vor Ort-Vorsitzende Nina Siebert, die sich zum Schluss des Abends bei Musikern und Publikum, aber auch bei ihren „Helferlein“ und ihrer Familie bedankte, stellte ans Publikum gewandt fest: „Sie schenken mit Ihrem Besuch hier Kindern und Senioren ein Lächeln.“ Das taten sie gerne, wie Peter Kloppenburg zum Beispiel: „Ich bin Militärmusikfan – und seit heute Stammgast beim Benefizkonzert“, kündigte der frühere Militärmusiker – „Schlagwerk war mein Instrument“ – weitere Besuche an. Anja Kloppenburg und Ulrike Kloppenburg genossen den Abend ebenfalls. „Ich hätte am liebsten schon bei der Leichten Kavallerie mitgeklatscht, habe mich dann aber doch nicht getraut, weil sonst niemand geklatscht hat“, so Ulrike Kloppenburg. Und auch Christa und Heinz Sanft waren vor allem von der Militärmusik und den Märschen angetan: „Ich war selber mal Soldat. Und diese Marschmusik, die geht einem richtig in die Beine“, sagte Sanft.

Zwei Gewinnerinnen

Das tun in besonderer Weise Regine Wolters und Martina Waldecker, die die beiden von Maja-Floristik gespendeten Gestecke in Form eines verdeckten Höchstgebots ersteigerten. „100 Euro wurden insgesamt geboten“, freute sich Nina Siebert über den zusätzlichen Gewinn für Helfen vor Ort. Und sowohl Regine Wolters als auch Martina Waldecker freuten sich sehr über die Gestecke in herbstlichen Farben mit Strelitzien darin, „die liebe ich besonders“, so Regine Wolters.

Ein Lächeln hatte auch Oberstleutnant Martin Wehn im Gesicht, als sich Nina Siebert bei ihm und dem Heeresmusikkorps mit einem Präsentkorb und zwei Bonbonnieren bedankte

Von Christina Rudert

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