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Gifhorn Stadt Großprojekt Drömling erfolgreich beendet
Gifhorn Gifhorn Stadt Großprojekt Drömling erfolgreich beendet
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18:00 05.06.2013
Das Naturschutz-Großprojekt Drömling ist beendet: Am Mittwoch fand in Oebisfelde die offizielle Abschlusskonferenz statt, bei der auch Marion Lau (unten) und Sachsen-Anhalts Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens sprachen. Quelle: Christina Rudert

Als „Tafelsilber“, das die DDR 1990 eingebracht habe, bezeichnete Sachsen-Anhalts Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens den Naturpark Drömling. Er würde „sehr begrüßen“, wenn der gesamte Drömling Biosphärenreservat würde. „Wir sind mit Niedersachsen im Gespräch.“

Wegen der prekären Hochwasserlage verließ Aeikens die Konferenz bald, sein niedersächsischer Kollege Stefan Wenzel hatte mit Ulrich Sippel gleich einen Vertreter geschickt. Dieser betonte die Aspekte Moorschutz, Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und örtlichen Akteuren sowie die Beispielhaftigkeit des Drömling für andere Projekte an der früheren innerdeutschen Grenze. Den Moorschutz hob auch Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, als „effizienten und kostengünstigen Klimaschutz“ hervor.

Gifhorns Landrätin Marion Lau lobte Akteure, denen besonders zu verdanken sei, dass das Projekt von der Bevölkerung akzeptiert werde. Ihr ist diese Akzeptanz ebenso wie Oebisfeldes Bürgermeisterin Silke Wolf ein großes Anliegen: „Wir müssen die Menschen mitnehmen, ihre Probleme im Blick behalten.“

In Zahlen fasste Martin Zenk, Projektleiter beim Landkreis Gifhorn, das Naturschutz-Großprojekt für Niedersachsen zusammen: 4237 Hektar im Kerngebiet, 5,9 Millionen Euro Gesamtkosten. „Hier ist ein Rückzugsgebiet für vom Aussterben bedrohte Arten entstanden.“ Das allerdings auch nach Abschluss des Großprojekts der Pflege bedürfe. „Und da ist das Land in der Pflicht.“

tru