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Gifhorn Stadt Gifhorns Realschulen sind zu verlockend
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorns Realschulen sind zu verlockend
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00:17 22.09.2017
Immer mehr auswärtige Schüler in Gifhorn: Die städtischen Realschulen sind bei Eltern und Kindern aus den Umlandgemeinden sehr gefragt. Quelle: Sebastian Preuß (Archiv)
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Gifhorn

Nerlich äußerte den Wunsch danach, dass die Oberschule eine „ersetzende Schulform“ würde. Denn gerade die Realschulen erlebten einen ungeahnten Andrang. Im Schuljahr 2014/15 wurden 208 Mädchen und Jungen aus umliegenden Kommunen in städtischen Schulen unterrichtet. 318 sind es aktuell. Allein an der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule liege die Quote bei 36 Prozent – obwohl die Stadt inzwischen Einzugsbereiche für auswärtige Schüler gebildet habe.

„Es ist auf der einen Seite schön“, sagt Nerlich. Auf der anderen Seite steht aber der Aufwand: „Es sind zehn Klassenräume, die wir brauchen für Kinder aus den Umlandgemeinden. Wir müssen das auf eigene Kappe finanzieren.“ Nerlich appelliert an die Landespolitik, der Oberschule einen anderen Status zu verpassen – nämlich jenen einer ersetzenden Schulform. Bislang müssen Eltern ihre Kinder nicht an eine Oberschule schicken, sondern können sie auch an einer Real- oder Hauptschule in einer benachbarten Kommune unterrichten lassen.

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Hilfe erhofft sich Nerlich von der Landespolitik auch in einem anderen Bereich: Die Zahl der Schüler mit Förderbedarf, die im Rahmen der Inklusion an regulären Schulen unterrichtet werden, steigt ebenfalls rapide an. 60 waren es im Schuljahr 2014/15, jetzt seien es 179. Für eine optimale Förderung der Kinder „muss es seitens der Landesregierung andere Lösungen geben“.

Von Dirk Reitmeister

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