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Gifhorn Stadt Gifhorns Kreißsaal arbeitet ab Samstag wieder
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorns Kreißsaal arbeitet ab Samstag wieder
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00:54 24.12.2018
Hebammenmangel: Der Kreißsaal des Helios-Klinikums Gifhorn ist seit heutigem Samstag wieder eröffnet.
Hebammenmangel: Der Kreißsaal des Helios-Klinikums Gifhorn ist seit heutigem Samstag wieder eröffnet. Quelle: dpa Archiv
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Gifhorn

Die einwöchige Zwangspause aufgrund von Personalmangel ist beendet. Das teilte Helios am Freitag auf AZ-Anfrage mit und kündigte an, dass ab Samstag ab 6 Uhr der Kreißsaal wieder im Einsatz ist. Die zeitweilige Schließung hatte für teilweise emotionale Diskussionen im Kreis Gifhorn gesorgt.

Landkreis übernimmt die Hebammen-Vermittlung

Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung die Schaffung einer Hebammenzentrale beschlossen. Das Projekt wurde bereits lange vor der Kreißsaalschließung angedacht, der Hebammenmangel ist schon länger bekannt (AZ berichtete).

Was soll die Hebammenzentrale bewirken? Sie soll spätestens ab Juli 2019 den Einsatz der vorhandenen Hebammen effizienter gestalten, schreibt die Kreisverwaltung in der Beschlussvorlage. „Die dadurch gewonnenen Freiräume können die Hebammen einsetzen, um mehr werdende Mütter und Wöchnerinnen zu betreuen.“

In der Zentrale soll eine fest angestellte Hebamme künftig 20 Wochenstunden arbeiten und Schwangeren und Wöchnerinnen Hebammen vermitteln. Alle im Kreis tätigen Hebammen sollen bei ihr freie Kapazitäten melden.

Hebammen-Zentrale wird Drehscheibe

Außerdem soll sie sich mit weiteren Kooperationspartnern wie Gynäkologen, Kinderärzten, Physiotherapeuten und Behörden vernetzen, am Berufswunsch Hebamme interessierte Frauen beraten und in Akutfällen sogar selbst einschreiten.

Landkreis vergibt Stipendien für die Hebammen-Ausbildung

Der Landkreis will darüber hinaus mehr junge Frauen für den Beruf Hebamme gewinnen – etwa mit Gründungszuschüssen für Freiberuflerinnen, Ausbildungsbegleitung und Zuschüsse für Pflichtfortbildungen. Mit der Einführung eines Stipendiums habe der Landkreis bereits einen ersten Schritt getan. Für die Hebammenzentrale rechnet die Kreisverwaltung mit jährlichen Kosten von 61.000 Euro, 2019 kommen einmalige in Höhe von 12.500 Euro hinzu.

Von Dirk Reitmeister