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Gifhorn Stadt Gifhorner droht Polizisten Waffengebrauch an
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Gifhorner droht Polizisten Waffengebrauch an

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14:14 16.10.2020
Brenzlige Situation: Ein Gifhorner drohte der Polizei bei einer Kontrolle Schusswaffengebrauch an. Quelle: Symbolfoto Archiv
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Braunschweig/Gifhorn

Durch ihr besonnenes Handeln verhinderten Einsatzkräfte in der Nacht zu Freitag um 0.28 Uhr die Eskalation einer Fahrzeugkontrolle in der Braunschweiger Innenstadt. Der amtsbekannte Gewalttäter – ein 41-jähriger Gifhorner – drohte der Streifenwagenbesatzung bereits bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Einsatz seiner Schusswaffe.

Funkstreife stoppt Raser auf der Braunschweiger Wallstraße

Einer zivilen Funkstreifenbesatzung war der BMW aufgefallen, der viel zu schnell über den Bohlweg raste. Dieser Wagen wurde kurz danach von einer Funkstreife des Polizeikommissariats Mitte auf der Wallstraße gestoppt. Als die Beamten den Fahrer durch das leicht geöffnete Fahrerfenster ansprachen, eskalierte die Situation: Der Mann gab an, dass er eine Schusswaffe bei sich habe und diese auch einsetzen würde. Sofort zogen die Beamten ihre Dienstwaffen und gingen in Deckung. Der Fahrer sprühte mit einer Flüssigkeit in Richtung eines Polizeibeamten, der sofort Schmerzen in den Augen verspürte. Als der Gifhorner zum Handschuhfach griff und einen Gegenstand in die Hand nahm, mussten die Polizisten davon ausgehen, dass es sich um eine Schusswaffe handelte. Dennoch verzichteten sie auf Gebrauch ihrer Dienstwaffen, zumal zeitgleich die angeforderte Verstärkung eintraf. Diesen Moment nutzte der BMW-Fahrer, sprang aus seinem Fahrzeug und rannte Richtung Kofferraum. Jetzt gelang es den Polizisten, die sich mit Schlägen und Tritten massiv wehrende Person zu überwältigen.

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Mann ist schon mehrfach durch Gewaltdelikte aufgefallen

Bei dem Täter handelte sich um einen 41-jährigen Gifhorner, der insbesondere in den letzten Tagen vermehrt durch Gewaltdelikte in Erscheinung getreten war. Eine Schusswaffe wurde im Fahrzeug nicht gefunden. Bei der Flüssigkeit, die der Mann versprüht hatte, handelte es sich um Haarspray. Den Gifhorner erwarten nun Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und verbotenen Kraftfahrzeugrennen.

Von der AZ-Redaktion