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Gifhorn Stadt Warum die Wohnungsbauer die Dividende senken
Gifhorn Gifhorn Stadt Warum die Wohnungsbauer die Dividende senken
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18:08 26.06.2019
Vertreterversammlung der GWG: Vorstandsvorsitzender Andreas Otto (l.) gab den Geschäftsbericht, Vorstand und Aufsichtsrat gehen zuversichtlich in das nächste Jahr. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Bezahlbarer Wohnraum, steigende Instandhaltungskosten und Investitionen für Neubau fordern auch die Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft heraus, wie Vorstandsvorsitzender Andreas Otto bei der Vertreterversammlung am Dienstagabend im Rittersaal des Schlosses betonte. Nach wie vor steht die GWG wirtschaftlich solide da, vom Bilanzgewinn in Höhe von 624 590 Euro werden 447 558 Euro als dreiprozentige Dividende ausgeschüttet, 177 031 Euro gehen in die Rücklage.

Damit sinkt die Dividende um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. „Wir haben voriges Jahr mehr ausgeschüttet als erwirtschaftet“, erklärte Regine Wolters, Ottos Stellvertreterin. „Eine Eigenkapitalverzinsung von vier Prozent lässt sich aus wirtschaftlicher Sicht aber nicht mehr darstellen.“ Die Vertreterversammlung stimmte dieser Senkung zu.

GWG will keine hohen Renditen

Die GWG verfolge anders als die Privatwirtschaft keine hohen Renditen, sondern wirtschafte im Sinne ihrer mittlerweile 4 681 Mitglieder – ein Anstieg um 437 im Vergleich zum Vorjahr, so Otto. Er wies darauf hin, dass die Einnahmen aber im Vergleich zu den Ausgaben „nicht im gleichen Maße“ steigen. So hatte die GWG 2,8 Millionen Euro in den Bestand investiert, „mehr als je zuvor“. Nicht zuletzt wegen politischer Vorgaben: Barrierearm und klimafreundlich solle Wohnraum sein, Vorgaben, denen „wir als GWG sehr beispielhaft und intensiv gefolgt“ seien.

Die Kosten für Instandhaltung, Modernisierung und Neubau seien deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Teuerung. „Allein seit dem Jahr 2000 sind die reinen Bauwerkskosten um 61 Prozent gestiegen. Insbesondere die Ausbaugewerke haben um über 130 Prozent zugelegt, die Instandhaltungskosten sind um rund 46 Prozent gestiegen.“ Die Inflationsrate liege dagegen bei nur knapp 30 Prozent. „Da driftet seit Jahren etwas auseinander“, stellte Otto fest.

Deutliches Nord-Süd-Gefälle im Landkreis

Die Problematik, dass in Ballungsräumen Wohnraum fehle, während es in ländlichen Gebieten Leerstand gebe, fand Otto schon in einem „deutlichen Nord-Süd-Gefälle im Landkreis“ bestätigt. Mit Sitz in Gifhorn sei ihm aber um die Zukunftsfähigkeit der GWG nicht bange.

Otto verwies auf eine Durchschnittsmiete von 5,18 Euro pro Quadratmeter – die allerdings durch Neubau wie den Lindenhof und Franz & Klara leicht steige – und 1000 Wohnungen im Stadtgebiet mit einem Mietpreis unter fünf Euro pro Quadratmeter. „Nennenswerte Leerstände waren nicht zu verzeichnen und sind auch augenblicklich nicht zu erwarten.“

Das ist der neue Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat gibt es geringe Veränderungen: Kerstin Meyer stand nicht wieder zur Wahl, als Aufsichtsratsvorsitzender wurde Uwe Meyer bestätigt. Weiter gehören dem Gremium Anna-Maria Blickwede als stellvertretende Vorsitzende, Christiane Müller, Babette Kutrib und Jörg Strüver an.

Von Christina Rudert

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